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Album-Reviews

Avril Lavigne - "Under My Skin" (Arista / BMG)


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Avril Lavigne
Arista / BMG
„Under My Skin“ - klingt von Namen her im ersten Moment nach der nächsten Grusel-Ballade von Sarah Connor, ist aber der Titel des zweiten Albums der kanadischen Antwort auf Jeanette Biedermann, Avril Lavigne.
Daher auch die beste Nachricht gleich als erstes: Wie uns das Booklet wissen lässt, besteht selbiges zu 100% aus ökologischem Recycling-Papier, bedruckt mit wieder abbaubarer Wasserfarbe. Das erklärt, warum das Album wie eine billige Raubpressung vom Polenmarkt - wie ich die Herkunft zunächst irrtümlich vermutete - aussieht. Aber gut zu wissen, dass sich jeder, ohne die Gefahr von Ausschlag oder schlimmeren, mit diesem Werk seinen Allerwertesten abwischen kann – es sei denn man denkt nicht an die Heftklammern...
Die zweite gute Nachricht folgt sogleich: Diesmal dürfte Britneys böse Zwillingsschwester angeblich sogar selbst an den Songs mitschreiben. Da gedenken wir doch gleich ihren unzähligen Vorgängerinnen, bei denen dies mit dem Karriereende gleichzusetzen war.
Lassen wir aber mal die Lästereien und kommen zum Inhalt der Scheibe. Und da schien das Motto „Bloß keine Experimente“ gewesen zu sein. Die ganze Soße ist nach dem gleichen Rezept wie das Vorgängeralbum zusammengebraut: Man nehme ein paar etwas rauere Rock-Balladen a la Alanis Morissette und garniere diese mit eingängigen Refrains aus der Pop-Punk-Ecke und einer Stimme, die einen Hauch von Country mitbringt. Textlich ist auch alles immer noch schön an die minderjährige weibliche Zielgruppe angepasst. Hat ja schließlich schon einmal gut geklappt. Der Hauptunterschied zum Debütalbum ist da noch der insgesamt etwas rauere und düstere Klang.
Richtig negativ fällt da eigentlich nur „How Does It Feel“ auf, so eine Art x-beliebige Midtempo-Ballade, wie sie den ganzen Tag im Radio zu hunderten laufen und Brechreiz verursachen. Auf der Haben-Seite sind da allerdings mit „Fall To Pieces“ eine stark nach Country riechende Rock-Ballade und mit „He Wasn't“ und „Freak Out“ die beiden unruhigsten Nummern der Scheibe, die ich mal spontan als aalglatten Rotzrock bezeichnen würde – auch wenn sich beide Begriffe eigentlich gegenseitig ausschliessen.
Letztendlich ist „Under My Skin“ mal wieder eines dieser Durchschnittsalben, die keinem schaden, die aber auch keiner wirklich haben muss. Wer noch „Let Go“ im Schrank stehen hat, kann sich auch getrost diese anhören und sich einfach etwas von dem plakativen Pop-Apeal wegdenken.

7 | 10 Punkten - Holger

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