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Lambretta - "The Fight" (Universal)


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Lambretta
Erst kürzlich habe ich mich gefragt, was eigentlich aus „Lambretta“ geworden ist. Nun gut, die Antwort auf diese Frage kommt jetzt in schickem Orange daher, hört auf den Namen „The Fight“ und zerstört jede Befürchtung, dass die Schweden nach ihrem 2001er-Album und den beiden (Hit-)Singles „Creep“ und „Bimbo“ nun für immer in der One-Hit-Wonder-Versenkung verschwunden sind.
Wer die beiden Nummern noch im Ohr hat, weiss auch wo's diesmal langgeht, denn die Marschrichtung des neuen Albums folgt schnurstracks dem mit dem Vorgänger eingeschlagenen Weg: Hübsche Melodien und einprägsame Refrains werden mit etwas härteren, aber genauso einprägsamen Gitarren-Riffs kombiniert und schön flott herunter gespielt. Das ist zwar künstlerisch so wertvoll und innovativ wie ein Ikea-Regal, reicht aber locker aus, um in einer Liga mit Truppen wie „Die Happy“ oder den momentan etwas schwächelnden „Lab“ mitzuhalten, die uns ja ähnliches recht erfolgreich verkaufen.
Und schließlich ist Sommer und wer will sich da schon die gute Laune verderben lassen, indem man kleinlich ist und feststellt, dass 11 der 12 Songs eigentlich nach dem Malen-nach-Zahlen-Prinzip zusammengebaut sind. Allerdings mit sehr ansehnlichem Ergebnis, so dass es mir schon recht schwer fällt, mich da auf ein paar Favoriten festzulegen. „Invisible“, „Chemical“ „Get It Right“ und „Catch Me If You Can“ wären da sicherlich eine gute Wahl. Der Rest der Scheibe eigentlich auch...
Die Nummer „Kill Me“ sollte man hier vielleicht auch nicht unter den Tisch fallen lassen, auch wenn – oder gerade weil – das Stück wie 1 zu 1 bei „Die Happy“ geklaut wirkt. Bleibt noch mit „Add 9“ die obligatorische Ballade zu erwähnen, die zwar eigentlich ruhig und unauffällig gehalten ist, aber wohl gerade deshalb in einem recht druckvollen und flotten Album erst recht heraussticht.
„Lambretta“ machen mit „The Fight“ eigentlich nur das, was die Skandinavier seit je her am Besten beherrschen: Melodien gekonnt mit Härte kombinieren. Das ist zwar nicht neu, dafür aber gekonnt umgesetzt und geht schon nach den ersten Takten richtig ab.
Und spätestens wenn Front-Blondi Linda Sundblad rein rhetorisch „Do you want me to strip for you?“ ins Mikro säuselt, kann wohl niemand mehr zu dieser Scheibe „Nein“ sagen.

9 | 10 Punkten - Holger

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