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Ewigkeit - "Conspiritus" (Earache / SPV)


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Ewigkeit
Earache / SPV
„Ewigkeit“ - eigentlich zusammen mit dem Logo ein klasse Name für eine Fascho-Band oder eine Black-Metal-Combo. Aber natürlich mal wieder komplett falsch getippt: Progressive Rock soll uns unter dem Titel „Conspiritus“ dargeboten werden. Also mal wieder etwas Kultur für uns Banausen!
Wobei das mit dem Black Metal auch nicht von ganz ungefähr kommt, schließlich entstammt „Ewigkeit“-Mastermind James Forgaty der englischen Black-Metal-Szene.
Musikalisch läßt sich das Ganze am ehesten in einer Ecke mit den Prog-Rock-Königen „Porcupine Tree“ einordnen, als bei Elektro-Rock-Gemetzeln wie „The Prodigy“ oder „Marlyn Manson“. Wobei dieses Werk mit härteren Gitarren und einer stärkeren Elektroniklastigkeit als die eher mal mit verspielten akustischen Gitarren agierenden „Porcupine Tree“ aufwarten kann. Hier sei als Anspieltipp nur „It's Not Reality“ genannt – wohl die beste Nummer auf der Scheibe.
Stilistisch hat man bei „Ewigkeit“ irgendwo in den 70ern bei „Pink Floyd“ und dem damaligen Hardrock („How To Conquer The World“) angeknüpft und die Elektro-Pioniere „Kraftwerk“ mit ins Boot geholt. Aus den 80er entstammt noch eine kleine Portion Spandex-Metal und der Synthie-Pop Sound („Trancend The Senses“), der die ruhigeren Teile des Albums prägt. Aus den aktuellen Einflüssen gesellt sich noch eine ordentliche Portion Crossover-Gitarren a la „Anthrax“ und „Biohazard“ und der Gothic-Metal-Sound a la „Nightwish“ oder „HIM“ hinzu, der die härteren und melodiösen Passagen des Albums ausmacht.
Insbesondere die Ähnlichkeit zu „HIM“ kommt sicherlich nicht von ungefähr. Schließlich stand Produzent John Fryer schon und deren Diensten und war u.a. auch für „NIN“ und „Paradise Lost“ tätig.
Hinzu kommt noch, dass es sich bei „Conspiritus“ im Innersten durch und durch um puren Rock abseits alle Genregrenzen handelt, auch wenn dieser durch Synthies und Samples hier und da verdeckt wird. Ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig und anfangs juckt es das eine oder andere Mal im Finger, die Skip-Taste zu bestätigen, um den manchmal etwas langatmigen Intros zu entgehen, aber es nicht zu tun lohnt sich.

Mal ein etwas anderer Sound.

8,5 | 10 Punkten - Holger

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