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Custard - "Wheels Of Time" (Mausoleum)


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Custard
Mausoleum
Stolze fünf Jahre ließen uns Custard auf den Nachfolger von „For My King“ (2000) warten, eine lange Zeit, die für einen Newcomer tödlich sein kann. Besetzungswechsel plagten die Mannen um Sänger Guido Brieke, doch musikalisch und qualitativ tat dies dem Ruhrpott Quintett keinen Abbruch. „Wheels Of Time“ ist ein astreines Power Metal Schmuckstück, das zwar stellenweise etwas antiquiert klingt, aber unterm Strich komplett begeistert. Der Titelsong „Wheels Of Time“ liefert einen flotten Einstand, eher das hymnische Escape Reality für erste Gänsehaut-Attacken sorgt. In Gedanken durchwandert man dabei die Achtziger und fühlt sich an Combos wie Gravestone und Tyran’ Pace bis hin zu den frühen Gamma Ray erinnert. Custard sind melodisch und verspielt, aber von Kitsch noch weit entfernt. Zwar bedient man sich an den gängigen Klischees und definiert den Power Metal nicht neu, zieht aber dabei ein Ass nach dem anderen aus dem Ärmel. Der teilweise sehr hohe, aber stets kräftige Gesang von Brieke passt perfekt zu den majestätischen Nummern und vollendet die wohlmundende Götterspeise. Es geht Schlag auf Schlag, nach dem groovenden „Chance“, treibt einem der Speed Kracher „Inner Void“ Tränen in die Augen, ehe das pompöse „One Step To Far“ weiterträumen lässt. Spannend bleibt es bis zum Ende, ehe das schnelle „Scared“ nochmals ordentlich auf’s Gaspedal drückt. Der Sound passt zur Achtziger Attitüde, geht aber vollkommen in Ordnung. „Wheels Of Time“ ist ein astreines Opus mit zehn verdammt starken Nummern, die Custard hoffentlich einen zweiten Frühling bescheren.

9 | 10 Punkten - Markus Wosgien

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