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Album-Reviews

Threat Signal - "Under Reprisal" (Nuclear Blast)


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Threat Signal
Nuclear Blast
Nun bedrohen mich Threat Signal aus Kanada, ein Land welches so tolle Bands wie Progrock Urväter Rush, ehemalige Speedmetal Könige Annihilator, Cyber Thrasher Voivod oder die neue Progressive Death Hoffnung Into Eternity hervorgebracht hat. Also die Erwartungen bei mir sind groß. In fast allen großen Magazin bereits als DIE Neuentdeckung und neue Referenz in Sachen technischer Deathmetal. Da werden TS nun in einem Atemzug mit Math-Metallern Meshugga und den Techno Deathern Fear Factory genannt. Jene Bands scheinen Threat Signal jedenfalls stark beeinflusst zu haben. So ist kein Riff ohne Rechenschieber nachvollziehbar und die Doublebase ähnelt einer mechanischen Schreibmaschine der Marke „Adler“. Merkmale die den einen anziehen mögen, den anderen (meiner einer) aber eher abstoßen. Threat Signal sind mit großen Anstrengung bemüht richtig böse zu klingen, was ihnen innerhalb der Strophen auch gelingen mag: Auch wenn die Growls oft von der Sorte sind, die in mir Erinnerungen an Grobi aus der Sesamstrasse hervorrufen. Zum Glück variiert Jon Howard hier und da, so dass man darüber hinwegsehen bzw. hören kann. Schlimm hingegen finde ich, dass die Songtstruktur fast immer dieselbe ist. So schreit man sich in den Strophen die Seele aus den Leib und rifft sich mächtig einen ab, um sich dann im Refrain naiven, Linkin Park-ähnlichen klängen hinzugeben. So Aalglatt, dass es fast aus den Speakern trieft. Der Gesang klingt so erschreckend nach Stuhlgang, dass man sich fast dabei ertappt, den Ausknopf der Anlage zu betätigen..Schwülstige Synthi-Klänge tun ihr übriges dazu. Fast jeder Song ist vorhersehbar; und das Album verliert bereits nachdem ersten durchhören seinen Reiz. Dabei kann man Musikalisch sicher nichts bemängeln. Alle Musikern kann man einen versierten Umgang mit den Instrumenten bescheinigen. Eine tote aber fette Produktion, wie in diesem Genre erwünscht, kann man auch vorweisen. Doch es mangelt hier einfach an Seele und Eigenständigkeit. Ich glaube auch nicht, dass das Konzept der Kanadier, „Heftig meets Kommerz“ aufgehen wird. Dafür ist die Kluft zwischen den einzelnen Bereichen einfach zu groß. Wie dieses Album in den großen Magazinen mit solchen Lorbeeren überhäuft werden konnte ist mir ein Rätsel, es sei denn... Fazit: Hier rein -und da raus. Um längen Besser und vielschichtiger: Scar Symmetry’s - pitch black progress.

5,5 | 10 Punkten - Mark Brückner

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