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Album-Reviews

Iron Maiden - "A Matter Of Life And Death" (EMI)


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Iron Maiden
EMI
Mit "A Matter Of Life And Death" bringen Iron Maiden ein weiteres Album auf den Markt. Haben mich die eisernen Jungfrauen Mitte/Ende der 80er im Grunde zu der Musik gebracht, die ich jetzt höre, so muss ich auch zugeben, dass mich seit einigen Jahren nicht mehr so viel Material der Jungs aus England begeistern kann.
War ich damals völlig begeistert von Liedern wie "Alexander The Great", "Aces High", "Running Free", "Fear Of The Dark", "Hallowed Be Thy Name" oder "The Clairvoyant" um nur einige wenige zu nennen, so fällt mir seit einigen Jahren auf, dass Maiden es leider nicht mehr hinbekommen diese Ohrwürmer zu komponieren.
Was hat sich denn überhaupt geändert, nachdem Dickinson wieder eingestiegen ist?
Ich kann es im Grunde schwerlich beantworten. "Fear Of The Dark" war vor 14 Jahren eigentlich das letzte Album, welches mir so richtig gefallen hat. Ok, "The X-Factor" hatte auch noch einige gute Ideen und entgegen der Meinung von irgendwie 95% aller Maiden Fans fand ich Blaze Bayley gar nicht so schlecht, aber egal - hier soll es um das neue Album gehen.
Der Silberling hat eine Spielzeit von etwas über 70 Minuten was bei 10 Tracks bewundernswert klingt.
Mit "Different World" startet das Album und Dickinson's typischer Gesang kommt wie gewohnt zum Vorschein.
Das Stück hätte auch gut auf die "No Prayer For The Dying" gekonnt, so rein vom kompositorischen Aufbau her.
"These Colors Don't Run" ist ein episches Stück mit vielen Parts innerhalb des Tracks, guter Gesang, solide Arrangements und ein schöner Spannungsbogen. "Brighter Than A Thousand Suns" schlägt im Grunde in die gleiche Kerbe, geht aber ein wenig mehr auf die Mütze, ist aber mit knapp unter neun Minuten auch nicht wirklich single-geeignet ;-) - obwohl einige gute Knüppelparts dabei sind, wenn man bei Maiden davon sprechen kann.
"The Pilgrim" ist glücklicherweise etwas kürzer und kommt eher auf den Punkt, erinnert mich in einigen Teilen an Rage.
"The Longest Day" beginnt sehr stimmungsvoll und erinnert mich an den alten Klassiker "Hallowed Be Thy Name", sehr schöner Stimmungsaufbau in den ersten Bereichen des Stücks, doch leider kann das Niveau nicht gehalten werden - das Lied plätschert dann doch eher so dahin.
"Out Of The Shadows" startet mit Drumparts von Mr. McBrain, bevor Dickinson sehr balladesk ins Mikro schmachtet. Was für kuschelige Stunden, aber dafür eignet sich "Tears Of A Dragon" von ihm besser ;-)
"The Reincarnation Of Benjamin Breeg" startet ähnlich bedächtig und ruhig, kann aber nicht so richtig überzeugen, für mich das fast schwächste Lied auf dem Album (ist das nicht die Single-Auskopplung???)
Das Tempo und die Stimmung bleibt angezogen bei "For The Grater Good Of God", Dickinson bleibt balladesk unterwegs, aber im Laufe des Tracks kann man sich hier im Gegensatz zum vorigen Lied in bessere Gewässer lenken. Mit über neun Minuten aber auch wieder mal ganz schön lang das Ganze.
"Lord Of Light" hält das Tempo am Anfang bei, das Ganze wird zwar noch gesteigert, aber mir wird es hier echt zu progressiv. Gefidel sondergleichen, zwar eines der Trademarks von Gers und Murray, aber es kann auch übertrieben werden.
"The Legacy" kommt wiedereinmal kaum aus dem Quark und wechselt nach einem endlos langen und sehr epischen Intro in fast klassische Bereiche, bleibt mir aber auf die ganze Strecke gesehen viel zu schmachtig.
Das Album hat schon viel Gefühl und ist auch sehr episch und oft progressiv angehaucht, hat aber auch ganz schöne Längen. Viele Liedparts erinnern mich bis auf den Gesang an "The X-Factor"
Nicht das schlechteste Album der Jungs, aber ich habe schon bessere Alben gehört.
Bin sehr gespannt wie die Fans den Stoff live aufnehmen werden - leider lassen sich die Jungfrauen ja nur zwei Mal in Deutschland blicken, haben dann ja noch Trivium mit am Bord, die natürlich mit ihrem nächsten Output etwas mehr auf die Kacke hauen.
Aber Maiden sind halt Maiden und eine Institution in der Szene an der sich keiner so recht zu rütteln traut.
Mich beschleicht aber so das ganz leise Gefühl, dass der Zenit so ganz langsam überschritten wurde.

7 | 10 Punkten - Jens Krause

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