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Machine Head - "The Blackening" (Roadrunner Records)


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Machine Head
Roadrunner Records
Das erste was bei der neuen Machine Head auffällt ist das düstere schwarz-weiß Cover, welches auf dem ersten Blick an Celtic Frost-Scheiben erinnert. Dann die Anzahl der Songs. Insgesamt ist der Longplayer mit 8 Tracks betitelt, die wiederum eine ordentliche Spiellänge besitzen. Irgendetwas scheint diesmal anders zu sein. Zugegeben, ich besitze zwar die letzten Platten der Band, aber seit der „The burning red“ habe ich ein wenig den Bezug zu Machine Head verloren. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich in ihren eigenen Sumpf verlieren. Eventuell lag es auch daran, dass zu viele Bands ihren Sound kopiert haben und die Bedeutung von „Burn my eyes“ irgendwo verloren gegangen ist. Zu sehr ähnelten sich die Strukturen der Songs und etwas wirklich Neues ergab sich nicht. Ich hatte auch das Gefühl, das sich die Band erstmal wieder neu finden musste. Eins kann ich aber schon bei den ersten Hören der Platte sagen: „Sie haben das Rad noch mal rechtzeitig zurück gedreht und eine Killerscheibe in Sachen Thrash-Metal auf die Menschheit losgelassen.“ Auffällig sind auch die Gitarrenriffs, die teilweise stark an die 80er Jahre erinnern. Erinnerungen an alte Helden wie Sacred Reich, Megadeth, Overkill und Forbidden werden wach. Und nicht nur das, gleich der erste Track „Clenching the fists of dissent“ glänzt nur so vor Ideenreichtum und Progressivität. Die Gitarrensoli, die gegeneinander batteln kommen bei fast allen Songs zum Einsatz und sie sind wirklich erste Güte. Ansonsten wird für einen Metalhead alles geboten. Ausdrucksstarker Gesang der zwischen Wut und Melancholie wechselt, wobei das erstere mehr überwiegt. Gitarrengewitter und groovige Drumparts dürfen natürlich auch nicht fehlen. Teilweise werden Doom-Einschläge eingebaut und dann bricht wieder alles zusammen. Die Stärke liegt aber im Songwriting. Die Herren haben wirklich alles durchdacht und die Gesamtspielzeit von über 60 Minuten zu einer kompakten Einheit verschmolzen. Ich kann nur empfehlen, dass man sich die Platte in Ruhe mal über einen Kopfhörer anhören sollte. Spätestens dann muss einem klar werden, wie detailverliebt „The blackening“ ausgefallen ist.
Es ist schon sehr verwunderlich, wie man es fertig bringen kann Zehnminutenlieder zu komponieren ohne dass ein Hauch von Eintönigkeit und Langeweile aufkommt. Metallica haben mit „St. Anger“ genau das Gegenteil bewiesen. Diesmal hatte wohl Großmaul und Sänger „Robb Flynn“ Recht behalten, als er im Vorfeld behauptete „Es soll ein großes Album werden, das in die Geschichte eingeht…“. Und in der Tat, „The Blackening” hat das Zeug, zum Klassiker zu werden. Es macht überhaupt keinen Sinn jeden Song jetzt auseinander zu pflücken und zu Beschreiben, soviel Zeit habe ich leider nicht. Betrachtet die Scheibe einfach in ihrer ganzen Pracht. Sie entfaltet sich, Sblüht saftig und kräftig und wahrscheinlich wird sie nie verwelken. Machine Head haben 2007 neue Maßstäbe gesetzt und diesmal werden es kaum noch Bands wagen, in ihre Fußstapfen zu treten. Sie sind einfach zu groß, das kann nur nach hinten losgehen. Ich befürchte sogar, dass Machine Head sich selber nicht mehr übertrumpfen können. „The Blackening“ gilt es also zukünftig zu topen, dann mal viel Spaß meine Herren.

9,5 | 10 Punkten - Ramin Amir

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