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Punishable Act - "Rhythm of Destruction" (Street Justice Records)


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Punishable Act
Street Justice Records
Punishable Act sind zurück! Nach vier Jahren Pause veröffentlichen die fünf Ostberliner mit „Rhythm of Destruction“ pünktlich zum 15jährigen Bandjubiläum ihr siebtes Studioalbum.
Viel Neues, mal abgesehen vom neuen Label Street Justice Records, findet sich nicht auf dem Neuling, aber dass hatte man ja wohl auch nicht wirklich erwartet.
15 Songs wütenden Hardcores der alten Schule, dem man die Punkeinflüsse dann und wann noch deutlich anhört, wird dem Rezipienten hier entgegengegröhlt. Schön zu sehen, dass es tatsächlich noch Bands gibt, die auch politisch etwas zu sagen haben, und sich nicht mit Herz-Schmerz-Geseiere aufhalten. Sollten sich einige jüngere Bands auch mal wieder angewöhnen. Gnadenlos werden die Hardcore-typischen Themen wie das Besinnen auf die eigene Persönlichkeit, garniert mit einer ordentlichen Portion Hass auf das System von Sänger Mike in Proll-Groll-Manier auf die Straße gerotzt. Die vom gesamten Ensemble gebrüllten Chöre verleihen dem Gesamtwerk den erwünschten Mitgrölfaktor.
Bemerkenswert ist die offensichtliche Affinität der Band zu Filmausschnitten, denn beinahe jeder Song wird mit einem Sample aus eben diesen begonnen oder beendet, überraschende Ausnahme bildet „Time to get crazy“ dessen Anfang vom House of Pain- Klassiker „Jump around“ gestaltet wird. Ebenso überraschend, dass sich mit „Für immer“ eine deutsche Nummer auf dem Album befindet. „Punisher“ kommt mit vordergründigem trockenem Gesang äußerst böse rüber, und dass es auch schon ein Leben vor PA für die Bandmitglieder gegeben hat, wird im abschließenden Song „1985“ behandelt, hierbei handelt es sich um ein Tribut an den Bandvorgänger Reasors Excess.
Punishable Act liefern eine solide Hardcore-Platte ab, die aber keineswegs ein Überalbum ist. An die Genregrössen kommt man trotz hoher Qualität nicht ganz ran, zuviel bleibt leider Durchschnitt. Schade auch, dass man textlich zwar ambitioniert zu Werke geht, über hardcoretypische Plattitüden allerdings auch nicht hinaus kommt. Vielleicht hätte man nach vier Jahren Pause da etwas mehr erwarten können, immerhin bezieht man noch deutlich Stellung!
Live könnte sich die Sache hingegen durchaus zu einer riesengroßen Hardcore-Party ausdehnen, die Songs haben jedenfalls allemal das Zeug einen entsprechenden Funken zu entzünden.

Anspieltips: Rhythm of destruction, 5 minutes explosion, believe in yourself, time to get crazy

7 | 10 Punkte - Nille

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