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Album-Reviews

Fair To Midland - "Arrows & Anchors" (Season Of Mist)


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Fair To Midland
Season Of Mist
Fast vier Jahre nach "Fables From A Mayfly" veröffentlichen die Texaner von Fair To Midland ihren aktuellen Longplayer "Arrows & Anchors". Aufmerksam geworden bin ich seinerzeit durch Serj Tankian (SOAD), welcher diese Band nicht nur auf seinem Label veröffentlichte, sondern auch in unzähligen Interviews anpreiste. Ich muss zugeben, die Jungs haben es seinerzeit mit ihrem recht progressiven Alternative-Rock geschafft sich in meine Playlist zu rotieren. Doch die Vergangenheit auf Tankian's Label ist vorbei, neue Scheibe neues Label. Also Scheibe auf die Ohren und der ganzen Geschichte einige Zeit gegeben.
Ihre recht komplexen Songstrukturen gepaart mit dem abwechslungsreichen Gesang sind recht einmalig und bürgen für hohe Qualität. Wundert mich ein wenig, dass sie noch nicht den Status einer Band wie zum Beispiel Dredg haben. Musikalisch stehen sie den Jungs, meiner Meinung nach, in nichts nach.
Eines gleich zu Anfang, das neue Album hat es wirklich in sich und weiß sofort zu überzeugen. Es versprüht hohes Maß an Abwechslung. Eine Melange aus Härte, sehr viel Melodie und einem hohen Grad an musikalischem Charme im Ganzen. Wie es die Texaner immer wieder hinbekommen diese Hits zu zaubern erschließt sich mir so auf die Schnelle nicht. Klar ist die Eingängigkeit der Lieder, sowie der wirklich facettenreiche Gesang (von melancholisch, melodisch, dann auch mal agressiv), ein Garant für diese hohe Qualität und den großen Wiedererkennungswert.
Der Sound ist im Gegensatz zum letzten Album weitaus reifer, aber auch besser in seiner ganzen Produktion. Kein Geringerer als Joe Barresi (QOTSA, Melvins, Kyuss) hat hier Hand angelegt und der Scheibe einen relativ rohen aber dennoch transparenten und ziemlich kräftigen Sound verpasst. Das fällt hier besonders auf, weil "Fables From A Mayfly" in der Hinsicht doch eher schwachbrüstig produziert war. Fair To Midland können mit "Arrows & Anchors" wieder überzeugen, machen alles richtig und werden mit diesem Album eine weitere Stufe auf ihrer Karriereleiter. Das Album ist absolut stimmig produziert, Liedauswahl ist auch gut, ein wenig auffällig ist der für Bandverhältnisse überdurchschnittlich harte Song "Rikki Tikki Tavi", welcher schon fast NuMetal-like seines gleichen sucht, aber durchaus eine willkommene Abwechslung auf dem Album ist, wobei einige sicherlich seine Platzierung auf diesem hinterfragen..
Resultierend kann man sagen, dass "Arrows & Anchors" wieder ein Meilenstein der Texaner ist, welcher mit einer hoffentlich stattfindenen Tour auch dementsprechend gewürdigt wird. Ob es in Euorpa schon für eine Headliner-Tour reicht, bleibt abzuwarten. Freunde von Dredg, System Of A Down und Scars On Broadway sollten hier mal ein bis zwei Ohren riskieren...

9 | 10 Punkten - Jens Krause

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