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Album-Reviews

Sinew - "Pilots Of A New Sky" (Quality Steel Records)
Das ist mal eine Duftmarke und zwar so richtige. Aus dem beschaulichen Marburg kommt eine Band die da auf den Namen Sinew hört und mich mal so richtig überzeugt.

Nun aber erst mal die Rezension so richtig beginnen. Ich höre die Scheibe seit einigen Tagen fast am Stück und sie wird einfach null langweilig und man entdeckt mit jedem Hören neue Details.

Man kann nun alle möglichen Schubladen aufmachen und durchsuchen und gucken welches Genre nun ganz genau zur Band passt und wie genau bedient wird, oder man begnügt sich im ersten Schritt mit grandioser Alternative/Indiemucke mit ab und an progressiven Einschlägen – Punkt.

Mit dem Opener „Leading To Rome“ (meinem Lieblingstrack) starten sie in einer Reise voller Atmosphäre, die sich echt gewaschen hat. Sänger Sascha erinnert mich in Stimmlage und Ausdruck oft an Brian von Placebo und er macht seine Sache wirklich großartig.

Musikalisch schweben die Jungs irgendwo zwischen Placebo, Muse, ein ganz wenig Fair To Midland und ab und an kommt auch der Dredg-Style durch. Also für Freunde dieser Bands ist das soeben gestartete Album ein absoluter Pflichtkauf.

Man merkt sofort dass die Band schon einige Erfahrung hat, denn solche Songs wie auch das grandiose und emotionale „Turquoise“ oder das etwas progressivere aber nicht unrelaxte „Mercy On Apollo“ sind einfach saustark und extrem professionell. Die Band bleiben aber absolut abwechslungsreich und mich wundert, wie sie es schaffen, derartige Hymnen zu komponieren.

Im Grunde habe ich hier fast keine wirklichen Favoriten, denn wirklich alle Tracks sind auf ihre Art absolut einzigartig und wissen sehr zu gefallen. „The Skins Of Wear“ ist sehr schleppend in den ersten Sekunden, steigert sich dann aber in bombastische Höhen. „Life In A Loop“ ist dann doch sehr relaxt und schleppend und kommt auch nicht so richtig aus dem Modus Handbremse heraus, für mich ein etwas schwächerer Song, aber das ist schon wirklich Heulen auf höchstem Niveau, denn mit „Pilots Of A News Sky“ wird gleich wieder der Bogen in epische Gefilde gespannt. Die Band lebt absolut von der grandiosen Atmosphäre, welche diese zu erzeugen weiß. „The Descend To The Heart Of Mount Sadhana“ leitet die Zielkurve ein und weiß mit seinen über 13 Minuten Länge sehr zu gefallen – welch Arrangement...

„Echoes“ ist das große Finale und kommt erst schleppend daher, steigert sich dann aber nicht wirklich in Geschwindigkeit, eher im Bombastfaktor - dieser markiert dann auch das Ende dieser wirklich grandiosen Scheibe.

Mit diesen Jungs hat sich das noch recht junge Label Quality Steel einen wahren Juwelen an Land gezogen.

Würde mich wirklich nicht wundern, wenn diese Band bald international für richtig Furore sorgt - ganz ganz großartig.

Hat Muse für die Wintertour schon eine Supportband – Sinew wäre ein Vorschlag meinerseits.

Für mich jetzt schon eine der Top 5 Veröffentlichungen 2012... es wird ganz ganz schwer für die Band, dieses Meisterwerk noch einmal zu toppen!!!


www.youtube.com/v/g6wHzyJ4Qcc

9 | 10 Punkten - Jens Krause

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