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Album-Reviews

Metallica - "Hardwired.....To Self Destruct" (Vertigo / Universal)


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Metallica
Vertigo / Universal
Ob Mainstream oder nicht. Ob Sehnsucht nach alten Metallica-Zeiten oder nicht. Das alles sollte in diesem Fall keine Rolle spielen. Bei mir geht es um die Songstruktur und packende Riffs. Im Klartext, die Platte muss einen berühren und da hat die neue Platte leider so einige Schwachpunkte. Vielleicht war meine Erwartung zu hoch, aber immerhin sprechen wir von Metallica. Wäre die Platte unter dem Bandnamen „Helleater And The Firefighters" rausgekommen, wäre sie wahrscheinlich, trotz guter Promotion, in der Versenkung verschwunden. Das größte Manko ist wieder mal die Länge der Songs. Metallica reiten immer wieder auf einem Riff herum, schmücken das mit einem Solo auf und starten wieder von vorne, ohne dass irgendetwas Spektakuläres passiert. Es sind einige Songs dabei, die man locker um 2-3 Minuten kürzen könnte, dann würde das auch kompakter wirken und nicht langweilig werden.
Die Platte fängt stark an und mit "Hardwired" schlägt das Herz gleich höher und Hoffnung steigt. Ein kurzer knackiger Song, der auf die Zwölf haut. Respekt! Auch "Atlas, Rise!" macht Stimmung und weist ein typisches Metallica- Riff auf und man kann immer noch voller Hoffnung sein, dass Metallica nach Ewigkeiten eine fette Scheibe rausgebracht haben, aber schon "Now That We´re Dead" macht dem Namen alle Ehre. Ein völlig belangloses Riff, welches einen auf sieben Minuten lang einfach nur anödet. Einzig alleine Hetfield kann mit seinem Gesang punkten und kitzelt aus dem Song das Nötigste heraus. Danach geht es mit "Moth Into Flame" sehr stark weiter, wenn nicht sogar der beste Song der Platte. Cooler Refrain und der Song hat einen hohen Wiedererkennungswert. Top!
Danach scheinen sich Metallica wieder auszuruhen und hauen mit „Dream No More“ eine wirklich lasche Nummer raus - nur leider bleibt es nicht bei diesem lauwarmen Song. Mit "Halo On Fire" knüpfen sie gleich an und es soll wohl eine Halbballade sein? Mir wäre es lieber gewesen, wenn eine richtige gute Ballade an dieser Stelle gekommen wäre, das können Metallica durchaus besser. "Confusion" hat einen netten Refrain und rockt soweit ganz gut, mehr aber auch nicht."Manunkind" brilliert auch mit seiner Belanglosigkeit. "Here Comes Revenge" macht wieder wesentlich mehr Spaß und hat einen gewissen Ohrwurmcharakter der auch hängen bleibt - gelungen. "Am I Savage" erinnert sogar ein wenig an Megadeth, kann aber nicht mit Dave Mustaine´s Songwriting mithalten und geht aufgrund seiner Länge auch total unter...gääähn.
"Murder One" macht auch auf sich aufmerksam und sticht mit einem langweiligen Riff durch. Kann doch nicht ihr ernst sein, so einen Song auf die Platte zu hauen, der Song wäre nicht mal gut genug für eine B-Single-Seite! Der letzte Song " Spit Out The Bone" dreht nochmal richtig auf und ist durchaus sehr gelungen, zumal er auch nicht langweilig wird, sondern mit diversen Ideen gespickt ist. So sollte Metallica des Öfteren funktionieren. Stellt sich nur die Frage wer das Schlagzeug eingespielt hat :)
Insgesamt erinnert mich die Scheibe sehr an die Black LP, nur wesentlich langweiliger und Ideenloser. Was auch auffällt, dass Lars oft und gerne die "Snare Attacke" hinlegt, was durchaus als Markenzeichen gelten kann, aber das machen die einfach zu oft und eigentlich fast bei jedem Song... wo bleibt an der Stelle die Kreativität?
Letztendlich eine Platte die Ok ist, mehr aber auch nicht und nur deshalb, weil insgesamt vier Songs die Platte rausreißen und die Produktion sehr gelungen ist.
Auf die Gefahr, dass jetzt ein Shitstorm folgt.

6,5 | 10 Punkten - Ramin Amir

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