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End Of Green
Mit „Last Night on Earth“ hat das Stuttgarter Quintett gerade einen würdigen Nachfolger für „Songs for a dying World“ auf den Markt gebracht. Noch etwas tiefgründiger und bösartiger und sehr abwechslungsreich. Wie schon der Vorgänger erschien auch dieses Album bei Silverdust, die Band scheint endlich ein geeignetes Label gefunden zu haben. Im September beginnt die UNDERTOW-Tour und auch vorher gibt es eine Reihe von Live-Gigs.
Es stellten sich also eine Menge Fragen, die beantwortet werden wollten. Also ran an den Rechner und ein kleines Mail-Interview vorbereitet. Michael Setzer, seines Zeichens Gitarrist beantwortete uns unsere Fragen, aber lest selbst…

Erstmal Gratulation zu "Last Night on Earth", hat mir echt gut gefallen. Vielleicht könnt ihr Euch für die, die Euch noch nicht kennen, kurz vorstellen?

Ich zitiere da mal unseren Herrn Sänger Michelle Hu-burn: „Wir sind die Tanzkapelle end of green aus Schwabistan“. Wir kommen aus Stuttgart beziehungsweise Göppingen und veröffentlichen nach „infinity“, „believe my friend“ und „Songs For A dying World“ nun mit „Last Night on Earth“ unsere vierte Platte.

Nach "Songs for a dying World" habt Ihr nun das zweite Album bei "Silverdust" herausgebracht. Mit dem Label scheint Ihr sehr zufrieden zu sein?

Ja, das gab’s noch nie, dass wir zwei Platten bei einem Label veröffentlicht haben. Und wenn es ein bisschen Gerechtigkeit gibt, werden wir unseren bandinternen Rekord noch brechen. Im Ernst: Silverdust stehen voll und ganz hinter unserer Musik, sie verstehen uns und das Wichtigste: Sie unterstützen uns mit voller Kraft. Als Band kann man sich fast nichts besseres wünschen. Ich meine, 60% aller deutschen Ehepaare haben da eine wesentlich schlechtere Ausgangssituation.

Wo seht Ihr die Hauptunterschiede zwischen "Last Night on Earth" und "Songs for a dying World"?

Grob gesagt: in neun Songs. Nein, die Platte ist im Zeitraum von nur einem Jahr entstanden und ist daher sicherlich etwas direkter und roher als unsere bisherigen Platten. „Last Night On Earth“ spiegelt direkt unser Leben, die Gefühle und die Gedanken der vergangenen 13 Monate wieder. Auf der Platte regiert daher eher die Praxis als die Theorie. Wir sind ins Studio gegangen und haben haben „es“ getan. Das war sehr frisch.

Eure Musik ist sehr abwechslungsreich, von Gothic über Alternative bis hin zu Nu-Metal. Es fällt schwer, Euch in eine Schublade zu stecken. Wo würdet Ihr Euch selbst einordnen?

Schwer zu sagen, Bands sehen sich selbst oft komplett anders als andere Menschen das tun würden. Ich denke, die Wahrheit liegt tatsächlich irgendwo zwischen den von dir genannten Hausnummern. Wobei ich das „Nu-Metal“ nicht sehr nachvollziehen kann. Ich muss dabei immer an Taproot, Korn oder POD denken – das ist aber eher nicht unsere Baustelle. Ich habe kein Problem, wenn uns jemand schlicht „Metal“ nennt“ – es sei denn, er meint damit Drachen, Monster und so Zeug.

Wer sind Eure Vorbilder in der Musikszene?

Ich habe größten Respekt vor Künstlern, die sich nicht verbiegen lassen. Gerade Neil Young finde ich beeindruckend – auch wenn wir musikalisch nichts gemein haben. Oder At The Drive-In, Sophia oder Bay Laurel ... das sind Bands, die in erster Linie ein Ziel verfolgt haben: Songwriting.

Was für Musik hört Ihr privat so?

Das ist stimmungsabhängig. Unsere Mixcassetten für den Tourbus sind meist mit allerlei merkwürdigen Liedern gespickt: Soggy Bottom Boys, System Of A Down, Crowbar, Johnny Cash, Mötley Crüe, Cornershop, Die Ärzte, Cold, Metallica, Bay Laurel, Death, Jimmy Eat World, The Cure ....

Wie steht Ihr zum Internet/MP3's etc.? Sehr Ihr es eher problematisch oder eher positiv, um auf sich aufmerksam zu machen?

Für Bands in unserer Liga sind mp3s sicherlich eine der besten Methoden, die Musik vielen Menschen zugänglich zu machen. Das darunter unbedingt die Verkäufe leiden glaube ich nicht einmal so sehr. Denn ich lade mir selbst viele Stücke herunter, die ich mir nie im Leben kaufen wollen würde. Man sollte wirklich nicht den Fehler begehen, und annehmen jeder Downloader hätte normalerweise die Platte automatisch gekauft. Da lügt man sich doch selbst in die Tasche. Meine romantische Internet-Fantasie bleibt aber: zwei Songs downloaden, sie lieben und dann die Platte kaufen, weil’s schöner ist als ein anonymes File oder eine hässliche Rohling-CD.

Über 350 Konzerte habt Ihr schon gespielt. Was waren denn so die Highlights Eurer Gigs?

Ob du es glaubst oder nicht: Jedes Konzert hatte nachträglich seinen Reiz. Die kleinste Bühne (Mysteria, Recklinghausen), die verrücktesten Leute (Kloster, Weil der Stadt), eine Jugendtraum (die Röhre, Stuttgart), eine fantstische Stimmung (Pepsi Sziget, Budapest) die meisten Leute (Summer Breeze), 35 Zuschauer (Erebos, Spremberg) oder die größte Party (Stadtwerkstatt, Linz).... Sicherlich gibt’s auch immer wieder einige Konzerte, die man nachträglich gerne aus dem Gedächtnis streicht, weil irgendetwas komplett daneben ging ... aber auch da: Livespielen ist immer ein Erlebnis.

Bis Mitte August habt Ihr noch ne Menge Live-Gigs bis im September die UNDERTOW-Tour beginnt. Wie sind Eure Eindrücke von den bisher gespielten Gigs? Auch in Bezug auf die Stücke Eurer neuen Platte.

Sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass gerade die neuen Stücke sehr gut angenommen werden. Und nachdem wir bis zum Release der Platte fast vier Monate nicht live gespielt haben, war es unglaublich, als „es“ endlich wieder losging. Ich hoffe, dass wir das nicht alleine gut finden ....

Interview Sascha Wilking

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