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Deadsoil
Ob der Begriff Metalcore bereits ein Schimpfwort ist, bevor der grosse Boom auf uns zukommt, sei dahingestellt. Deadsoil werden zumindest vorne mitspielen und vertreten unsere Nation garantiert mit Würde. Die Combo wurde vor zwei Jahren von ex-Copykill Klampfer Christian Pracht und dem ehemaligen Night In Gales-Drummer Christian Bass gegründet, die schnell ein stabiles Line Up zusammen hatten und munter an ihrer Mixtur aus harten Metal und Thrash mit starkem Hardcore-Einschlag arbeiteten. Hatebreed Mastermind James Jasta bezeichnetet Deadsoil bereits als eine der vielversprechendsten Bands der Szene, das Debutalbum The Venom Divine kann dies jedenfalls untermauern.
„Wir haben viel Energie reingesteckt und wollten ein Album schaffen, dass sich vom Einheitsbrei abhebt und im Endeffekt ist alles sehr gut gelungen“, beginnt Bassist Stefan Eutebach (vormals Six Reasons To Kill) zu erzählen. „Die Songs sind fett geworden und die Aufnahme im schwedischen Berno Studio hat dem Ganzen die passende Verpackung gegeben. Mit Lifeforce Records haben wir jetzt eine gute Ausgangsbasis, um davon auch andere überzeugen zu können.“
Erfahrung haben alle Mitglieder zuvor in den unterschiedlichsten Acts gesammelt, zusammen schien man nun auf einer gemeinsamen Welle zu schwimmen und begann voller Überzeugung nochmals von ganz vorne. „Ich denke, es war einfach der Wunsch nach etwas Neuem, dem Arbeiten mit anderen und neuen Leuten. Es hat sich einfach die Chance geboten, da alle Zeit und vor allem Lust hatten und diese haben wir ergriffen.“ Die stilistische Richtung war dabei relativ schnell gefunden und entwickelte sich auf natürlichem Wege. „Die Idee der musikalischen Ausrichtung war von Anfang an klar Die Songs, die letztendlich auf der MCD Forever The Enemy erschienen sind, waren die ersten Songs, die wir geschrieben hatten. Meiner Meinung nach sind die neuen Songs um einiges metallischer geworden, aber auch brutaler und moshiger. Für The Venom Divine dauerte der Songwriting-Prozess recht lange. Oft haben wir fertige Songs wieder umgestellt oder fallen gelassen. Die Hauptarbeit des Songwritings haben diesmal Boris und Chris geleistet; die Texte stammen von fast allen Leuten aus der Band. Alle neuen Songs haben es dadurch auch auf die fertige CD geschafft.“
Deadsoil platzen mit ihrem Opus inmitten der neuen Metalcore Bewegung und gehören neben Caliban zu den deutschen Vorreitern. Stefan sieht Deadsoil dort durchaus Zuhause. „Wenn man den Begriff im eigentlichen Sinne nimmt, ja. Ich meine damit die Vermischung von Metal und Hardcore. Es gibt viele Bands in diesem recht jungen Genre, die meistens aber aus Leuten einer Stilrichtung bestehen, am häufigsten aus Menschen aus dem Hardcore-Bereich. Wenige Acts vermischen die Musikstile aus beiden Ecken. Wir versuchen so, auf unsere Art die Richtung dieser musikalischen Welle mitzubestimmen. Musik zu machen, die Hörer im Metal und im Hardcore findet und damit dazu beizutragen, einige unsinnige Grenzen zwischen den Genres einzureißen. Schließlich wollen alle das Gleiche: Abgehen zu arschtretender Musik.“ Das gelingt Deadsoil definitiv, an Aggression und Härte mangelt es dem Erstling keinesfalls. Live steht man Kurz vor Tourstart mit HateSphere und Born From Pain, einem originellen Package, das mehr als nur ein Geheimtip werden wird. Ansonsten lautet die Mission „möglichst viele Leute davon zu überzeugen, dass man für gute Musik nicht immer über den großen Teich schauen muss.“
Recht hat er!

Links:
Deadsoil
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