Stage One Studio

Live-Reviews

Red Fang - Bremen - Tower (18.01.2012)
Na endlich! Seit jeher war es ein großer Wunsch meinerseits, President Evil mal im Tower live zu sehen. Doch immer kam bislang etwas dazwischen. Dieser Wunsch erfüllt sich nun aber an diesem Mittwoch Abend, zudem beehren die Amis von Red Fang und die Bremer Stoner-Metaller Eta Lux die Hansestadt mit ihrer Anwesenheit. Allerdings deutet alles auf einen miesen Abend hin, ich hab einen komplett gebrauchten Tag erwischt und meine Laune bessert sich durch die überraschende Anwesenheit meiner Ex-Freundin auch nicht wirklich. Als dann beim Soundcheck noch mehrmals der Strom ausfällt, befürchten President-Evil-Drummer Dennis und meine Wenigkeit bereits das Schlimmste. Glücklicherweise kann das Problem behoben werden, der Abend wird ohne Zwischenfälle enden. Der DJ scheint heute nur eine CD dabei zu haben, doch glücklicherweise handelt es sich dabei um die aktuelle Kvelertak-Scheibe. Da steigt die Laune doch gleich. Als dann Eta Lux um 20 Uhr den Abend eröffnen, ist der Tower bereits ansehnlich gefüllt. 200 Leute finden sich hier heute ein, für einen Mittwoch in Bremen sehr beachtlich. Die Bremer Combo zockt einen guten Set, die Kyuss-artige Mucke wird vom Publikum wohlwollend aufgenommen. So vergeht die halbe Stunde recht schnell, dann bereiten sich die Präsidenten für ihren Auftritt vor. Der Soundcheck geht recht unvermittelt in den ersten Song / Intro über, ein Bass-Solo von Sven, dem neuen Mann am Bass der Präsis. Der Song ist von der neuen, noch unveröffentlichten Scheibe, die gerade aufgenommen wird, und steigert sich zu einem dreckigen Rocker, der zu gefallen weiß. Generell werden fast nur neue Songs dargeboten, vor allem „Hell’s holiday“ und „Black“ locken die rockende Meute aus der Reserve. Da fliegen die Haare, da rotiert der Kopf. Nach den Klassikern „Boneless“ und ( natürlich ) „Dead man’s float“ ist nach 45 Minuten Feierabend. Gute Leistung der Truppe, die beiden „Neuen“ kommen gut rein, vor allem Neal taut langsam auf und kommt aus sich raus. Immer wieder cool zu sehen, wie er sich das Mikro schnappt, und einen Ausflug ins Publikum unternimmt. Auch die anderen sind bei guter Laune: Ole, der neuerdings die Background-Vocals übernimmt, grinst wie immer und versprüht automatisch gute Laune, Lars und Dennis haben auch immer ein Grinsen auf den Lippen. Der Gig macht aber auch Spaß und ist auch flugs vorbei. Den Leuten scheint es gefallen zu haben.
Als dann noch Red Fang loslegen, mobilisieren die Bremer noch mal ihre letzten Reserven und gehen richtig steil. Ich stehe fasziniert mittendrin und bin erstaunt, dass diese Band plötzlich so viele Leute zieht. Die Mucke ist aber auch klasse, die Mischung aus Stoner und Rock’n’Roll tritt mächtig Arsch. Nahezu jeder Song lädt zum ausgiebigen Headbangen ein. Die Protagonisten machen allesamt nen schweinecoolen Eindruck, der Gitarrist kommt rüber wie die Reinkarnation von Catweazle, der Drummer wie ein Gewichtheber oder Fleischermeister aus dem vorigen Jahrhundert ( Glatze und Schnurrbart ). Die erste halbe Stunde gibt die Meute Vollgas, jeder Song wird abgefeiert und es gibt sogar einen kleinen Moshpit. Dann schaffen ein paar langsamere, wabernde Stücke eine willkommene Verschnaufpause. Diese wird allerdings jäh wieder unterbrochen, als die Band „Prehistoric dog“ anstimmt: Bremen eskaliert, der Pit tobt – schönes Ding! Dann ist allerdings auch schon Ende im Gelände – es gibt noch eine Zugabe, dann ist nach exakt einer Stunde Schluss.
Feiner Abend zu fairen Kursen ( Eintritt 13 Euro, Shirts 15 Euro ), so soll es sein.


www.youtube.com/v/qLt0u_KjZAI


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Red Fang

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