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Live-Reviews

Wirtz - Oldenburg - Kulturetage (12.03.2012)
Part II der „Akustik Voodoo“-Tour, diesmal im beschaulichen Oldenburg. In der Kulturetage war ich das letzte mal vor ner gefühlten Ewigkeit, seinerzeit haben J.B.O. den Laden zum Wackeln gebracht. Heute gibt es etwas weniger zu Lachen, die Ausrichtung von Wirtz ist ja eher düster, vor allem das aktuelle Album. Unser Tross trudelt kurz vor Beginn ein, gut 15 Minuten später betritt der Support namens Crow Of The Cloud die Bühne. Das Publikum erweist sich als angenehm, man kann es sich nahezu überall in der Halle gemütlich machen. Ein Platz weit vorne scheint uns angemessen und so lauschen wir den Darbietungen der 4 Herren aus Deutschland und Australien. Der Sound ist sehr transparent und druckvoll, das fällt schnell auf.

Die Band punktet beim Publikum mit Alternative-Rock, der niemandem weh tut. Hier und da ein paar Ecken und Kanten, ein paar Parts zum Kopfnicken – mit dieser Art von Musik kommt man immer gut weg. Konsensmucke. Der Drummer fällt mir mal wieder positiv auf. Nach 35 Minuten beenden die Mannen ihren Auftritt. Nichts weltbewegendes, aber auch nicht schlecht. Dann folgt die obligatorische Umbaupause, die knapp eine halbe Stunde beansprucht.

Um 21 Uhr heisst es dann: Jetzt WIRTZ live. „Akustik Voodoo“ gibt, wie schon auf der vorigen Tour, den Startschuss. Schöner Beginn, Ohrwurm. Das folgende „Banalität der Dinge“ ist nicht so ganz meins, doch dann folgen mit „Kamikaze“ und dem immer wieder geilen „Meinen Namen“ 2 Kracher, die richtig Spaß machen. Nach weiteren 2 Songs vom aktuellen Album kommt „Siehst Du mich“ zum Einsatz, worüber meine Schwester und ich uns besonders freuen. Schon lange nicht mehr live gehört, klasse! Gleiches gilt für „Meilenweit“, auch so ein Geheimfavorit, den ich gerne mal wieder live hören wollte. Die Setlist ist exquisit, auf diese Exoten folgt der Hit „L.M.A.A.“, der das Publikum packt und tanzen lässt. Sehr, sehr geil. Dann wieder Exoten-Alarm: „Alles was ich brauche“ ist „nur“ eine B-Seite der Single „Hier“. Find ich gut, dass auch dieser Song mal live gebracht wird.

Es folgt ein guter Mix aus den 3 bisherigen Alben, wobei „Weil ich so bin“, „Der lange Weg“, die Live-Hymne „Frei“ und vor allem der Klassiker „Sag es“ herausstechen. Nochmal: Ganz, ganz tolle Songauswahl! Laut Daniel sind die ca. 500 Gäste das „bislang disziplinierteste Publikum der bisherigen Tour“ – ein wenig ruhig ist es teilweise schon, scheinbar geniessen viele einfach den Moment statt sich die Seele aus dem Leib zu tanzen. „Kugel Kopf & Eins im Sinn“ halte ich für verzichtbar, doch „Du verschwendest meine Zeit“ und „Goldenes Kind“ vom aktuellen Album entschädigen dafür auf ganzer Linie. Die Zugaben haben es noch mal in sich – alle 5 Songs stammen vom ersten Album, es hagelt also Klassiker der Marke „Weile her“ und „Mon Amour“.

Schön auch, dass „Richtig weh“ mal wieder ins Programm genommen wird, ein toller Song. Und so sind flugs 2 Stunden vergangen, „Keine Angst“ beendet ein mutiges Set, das mir persönlich besonders gut gefällt, da wie bereits erwähnt einige Songs ins Programm genommen wurden, die man schon länger nicht mehr live zu hören bekommen hat. Im direkten Vergleich zum ersten Teil der Tour ist das Programm gut durcheinander gewirbelt worden.
Gelungener Abend!


www.youtube.com/v/Qtg6ZPUh_Dw


Setlist:

Akustik Voodoo
Banalität der Dinge
Kamikaze
Meinen Namen
Gebrannte Kinder
Strom der Zeit
Siehst Du mich
Meilenweit
L.M.A.A.
Alles was ich brauche
Anderer Stern
Weil ich so bin
Der lange Weg
Sag es
Frei
Kugel Kopf & Eins im Sinn
Hier
Du verschwendest meine Zeit
Goldenes Kind
Wo ich steh
Ne Weile her
Richtig weh
Mon Amour
Keine Angst

Eisen-Dieter

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