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Live-Reviews

Prong - Bremen - Tower (16.04.2014)
20 Jahre ist es nun her, dass ich Prong das letzte Mal live gesehen habe. Damals hatten sie den Abend-Slot beim Dynamo Open Air in Eindhoven und haben da vor gut 75.000 Leuten gespielt.
Es hat geregnet und es war eine riesige Schlammschlacht – das war an dem Wochenende aber egal… denn es war ein legendäres Festival.
Ich muss zugeben, dass ich die Jungs dann ein wenig aus den Augen verloren habe, ich habe es zwar immer registriert, wenn neue Alben kamen, aber bis zum letzten Album „Carved Into Stone“ hatte ich wenig Berührungspunkte mit der Band. Sänger Tommy Victor habe ich damals noch einmal im Rahmen einer Ministry Tour kurz kennengelernt, aber das war es auch. Das letzte Album hat mich allerdings dermaßen überzeugt dass ich froh war, dass sie nun auf Tour Halt in Bremen machen. Der Tower war direkt bei der Supportband schon sehr gut gefüllt. Ich weiß nicht ob es letztendlich ausverkauft war, aber es war sehr sehr ordentlich gefüllt.

Klogr aus Italien sind auf der Tour als Supportband gebucht und machten ihre Sache ziemlich gut. Ihre Melange aus härteren Alternative-Parts mit zwar härteren Parts, aber ohne Rotz und Roll, sorgte für Beachtung. Mir fehlten die Überraschungsmomente und ein wenig die Ecken und Kanten, aber als Anheizer passten sie recht gut und ich denke sie haben ein paar Fans in Bremen dazu gewonnen.
Nach recht fixer Umbaupause ging es dann auch direkt los und ein bestens aufgelegter Tommy Victor, der mir vor dem Gig noch fast ins Auto lief, kam mit breitem Grinsen und dem Doppelpack „For Dear Life“ und „Beg To Differ“ auf die Bühne. Soundmässig gab es am Anfang noch ein wenig Probleme, es war gut am Krachen, aber das hatte sich nach drei vier Liedern optimal eingegroovt.
Der Sound war nun bissig, druckvoll und auf den Punkt. Die Jungs hatten Bock und haben das ganze Set eigentlich mehr oder minder ohne große Pausen und überflüssiges Gequatsche durchgezogen. Prong boten mit Tracks wie „Lost And Found“ , „Broken Peace“ , “Third From The Sun”, “Carved Into Stone” oder Krachern wie Eternal Heat”, “Ruining Lives” “Unconditional”, “Rude Awakening” ,Turnover”, “Power Of The Damager” uvm. eine wirkliche Zeitreise von damals bis hin zum noch nicht veröffentlichten neuen Album “Ruining Lives”. Die Songauswahl war wirklich klasse und die Truppe war voller Energie und bot einen Abriss der Sonderklasse an diesem Mittwochabend. Neben Clutch und damals Volbeat als Opener für Raunchy und Hatesphere war das mit das Beste was ich je im Tower zu Bremen gesehen habe.


www.youtube.com/v/YY0lOlw4ScI


Man merkt den Jungs um Frontröhre Tommy Victor an, dass sie einfach Lust haben zu spielen und das wurde vom oftmals steifen Bremer Publikum entsprechend honoriert. Nach überzeugenden 100 Minuten und den Überhits „Snap Your Fingers, Snap Your Neck“ und „Revenge…Best Served Cold“ war dann aber irgendwann zu Ende. Ich hätte noch locker eine Stunde weitermachen können, das war sehr sehr amtlich…
Prong sollte man auf jeden Fall auf dem Radar haben, wenn man Lust auf eine intensive und druckvolle Veranstaltung hat...

Jens Krause

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