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Zodiac - Osnabrück - Bastard Club (08.10.2016)
Einen besseren Rahmen für ihren Tourabschluss hätten sich Zodiac kaum aussuchen können. Im Bastard Club fühlen sich die Münsterander sichtlich wohl. Ob das an der geringen Entfernung zu ihrer Heimatstadt liegt? Man weiß es nicht. Jedenfalls zieht es diverse Bands immer wieder hier hin, da wird scheinbar Vieles richtig gemacht.

Den Auftakt machen heute Honeymoon Disease, das sind 2 Mädels und 2 Männer aus Schweden, die eine halbe Stunde lang dem Rock´n´Roll huldigen. Das Outfit ist recht cool, die Mädels in Fransenjacken und die Männer mit Pornobalken. Macht sowohl optisch als auch musikalisch was her. Die Mucke geht nämlich ziemlich gut ins Bein, und somit ziehen die 4 nach und nach die Osnabrücker auf ihre Seite.

Den Anfang von Raveneye verpassen wir leider, weil wir einen kleinen Plausch mit Clubbesitzer Schnalli bei Bratwurst / Pommes halten. Dann aber ab in den Keller und zack – die nächste coole Band. Die 3 Briten machen ihre Sache hervorragend und heizen die Stimmung im Club weiter an. Der Basser trägt zum Ende hin den Sänger / Gitarristen huckepack durch die Zuschauerreihen, da kommt Laune auf. Nach der guten halben Stunde werden die Jungs mit donnerndem Applaus verabschiedet.

Um auf das Eingangsthema zurückzukommen: Ist einfach n feiner Schuppen, der Bastard Club. Auf der Toilette kleben immer noch die Sticker, die man da früher mal hingeferkelt hat, der Getränkekurs ist mehr als fair, und die coolen Bands geben sich quasi die Klinke in die Hand. Heute also Zodiac. Deren Auftritt kategorisiere ich für mich selbst in 2 Abschnitte.

Abschnitt 1: Der rockige Auftakt.
Zodiac konzentrieren sich hier vermehrt auf ihr rockiges neues Album „Grain Of Soul“. Die Songs – z.B. „Rebirth By Fire“ als Opener oder auch „Animal“ - gehen gut ins Bein und lassen den Kopf wippen. Wie gemacht für die Live-Situation. Trotzdem fehlt mir persönlich irgendwas. Dann aber:


www.youtube.com/v/Lb_2wwvuVaE


Abschnitt 2: Die Rückkehr zum Blues-Rock mit den Gänsehaut-Momenten.
Hier wird schnell klar, was eine Zodiac-Show ausmacht: Die ruhigeren, getragenen Momente, Songs wie „Cortez The Killer“ und „Coming Home“. Geil! Hätte ich auch nie gedacht, is´ aber so. Wenn die Münsteraner die Songs jenseits der 6-Minuten-Grenze auspacken, wird es magisch. Angetrieben vom überragenden Drummer Janosch Rathmer entwickelt die Saiten-Fraktion um Basser und Keyboarder Ruben Claro, Gitarrist Stephan Gall und Sänger / Gitarrist Nick van Delft eine Intensität, die Ihresgleichen sucht.

Da heute Tourausklang ist, stehen auch die üblichen Blödeleien an: Bei allen 3 Bands gibt es Gastauftritte der anderen Musiker, vorzugsweise mit Kuhglocke oder in Badehose. Alle Beteiligten haben sichtlich ihren Spaß. Erst recht, als die Badehose fällt und der Zodiac-Schriftzug den nackten Arsch eines jungen Mannes ziert. Die Extended Version von „Coming Home“ - incl. beschriebenem Szenario – beendet den 90 Minuten starken Auftritt Zodiacs. Könnte ich mir jederzeit wieder ansehen. Werde ich auch machen. Also: Kommt schnell zurück! ;)


Setlist:

Intro
Rebirth By Fire
Sinner
Free
Animal
Ain´t Coming Back
Down
A Bit Of Devil
Blue Jean Blues
Diamond Shoes
Cortez The Killer
Upon The Stone
Grain Of Soul
Coming Home

Links:
Zodiac

Eisen-Dieter

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