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Live-Reviews

Me First And The Gimme Gimmes - Docks - Hamburg (02.05.2006)
Verdammte Werktage! An diesen steigt das Staurisiko doch um einiges an, was zur Folge hatte das ich an diesem Dienstagabend, den 2. Mai, zu spät im Hamburger Docks auftauchte. Äußerst ärgerlich, denn dadurch verpasste ich die Vorband an diesem Abend, Montreals neuen Stern am Punkrockhimmel, die Saint Catherines. Deren Debutalbum „Dancing for Decadence“ hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. Wer sich Good Riddance noch rotziger vorstellen kann, gepaart mit einer Prise Social Distortion, der wird an dieser Platte ebenfalls seine helle Freude haben. Nun gut, sollten mich also nun San Franciscos Me first and the Gimme Gimmes für alles entschädigen. Was die dann auch taten. Zunächst kam nur Gitarrist Joey, sonst nicht selten Songwriter für Lagwagon, auf die Bühne und wusste zunächst mal zu berichten das er betrunken sei, der Rest der band, die komplett in Hawaiihemden der augenunfreundlichsten Sorte gekleidet waren, übrigens auch. Me first and the Gimme Gimmes sind ein Zusammenschluss von Musikern aus verschiedenen amerikanischen Punkrockbands der Westküste, die unter der Schirmherrschaft von NOFX-Frontmann und Fat Wreck Chords- Chef Fat Mike, es sich zur Aufgabe gemacht haben, „normale“ Chart-Hits, vornehmlich aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahre in aller bester Punkrockmanier nachzuspielen. Zwischen den Liedern wird herumgeblödelt und allerlei geistiger Dünnschiss verzapft. Höchst amüsant. Wild durcheinander redend nimmt die Band die Ursprungsinterpreten oder die Thematik der Songs auf die Schippe, um sie dann anschließend der wild tobenden und lauthals mitsingenden Meute mit perfektem Punkrocksound um die Ohren zu hauen. So lässt Fat Mike zur Person von Cat Stevens verlauten, er hasse nicht nur Moslems und Christen, sondern alle religiösen Menschen. Sänger Spike, sonst Bassist bei den Swingin Utters überrascht das Publikum in der ausverkauften Halle zwischendurch immer wieder durch Ansagen in perfektem Deutsch, was Gittarist Jackson, hauptamtlich bei den Foo Fighters, dadurch zu erklären versucht, dass dieser aus Pittsburgh komme...However. Die Ansage: „next song is a cover“ wird zum Running Gag der Band, während sich das enthusiastische Publikum mittlerweile mit ihr vor allem in den Songpausen, von denen es nicht wenige gibt, das beliebte Becherwurfspiel liefert. Die Band versucht den Gegenständen bemüht und amüsiert auszuweichen, hin und wieder wird auch was zurück geworfen. Der kurze Zugabenblock wird von Rich Kids on L.S.D. Drummer Dave eröffnet, nach gesamten knapp 90 Minuten ist das heftige aber viel zu kurze Spektakel vorbei. Man hätte doch pünktlich zur Vorband kommen sollen.

Links:
Me First And The Gimme Gimmes

Nille

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Joey Cape - "Bridge"

„Guck mal einer an“ ist man geneigt auszurufen wenn man den Titel des ersten Songs auf Joey Cape´s erstem Soloalbum „Bridge“ liest, der auf den Titel „The Ramones are dead“ getauft wurde. Das Singer-Songwriter-Genre erfreut sich in jüngster Zeit ja großen Zulaufs...
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