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Live-Reviews

Nothington - Lindern - Teestube (09.09.2011)
So sollte jeder Start ins Wochenende sein: Tür auf, Auto mit Kumpels vor der Tür, einsteigen, 12 km fahren, Teestube Lindern, Fassungsvermögen geschätzte 80 Leute (maximal), Eintritt 5 Euro, Punkrock. Die Amis von Nothington sind im Lande. Ohne Markus würde ich die Band nicht kennen, und auch dieses Konzert wäre wohl komplett an mir vorbei gegangen, da auch nicht sonderlich viel Werbung dafür gemacht wurde. So finden sich nach und nach ca. 60 Leute ein, was den Jugendclub angenehm und genau richtig füllt. Wie so oft in der Teestube vergeht einige Zeit, bis die erste Band die Bühne betritt. In dieser Zeit kann man allerdings von den wirklich fairen Getränkepreisen profitieren (Pils 1,50 €). Blöderweise gibt es keinen Whiskey/Cola. Dieser Missstand sollte mal angesprochen werden, da es ja Menschen geben soll, die kein Bier mögen. Meine Leute waren von dem Laden jedenfalls begeistert, es ist aber auch ein richtig geiler Schuppen.
Um 22:10 Uhr betreten schließlich All Aboard! aus Mönchengladbach die „Bühne“. Es ist keine wirkliche Bühne, die Band steht eher in einer bühnenähnlichen Ecke. Man braucht also ganz viel Fantasie. Passt aber. Die Truppe heizt ordentlich ein, die Songs sind knackig, der Sound knallt besser als erwartet aus den Boxen. Sogar eine Zugabe wird von den Zuschauern gefordert, und die gibt es auch. Der Anblick hat was, nach und nach verlassen die Bandmitglieder die Stage, bis nur noch der Sänger mit seiner Gitarre übrig bleibt und mit dem erstaunlich textsicheren Publikum um die Wette schreit. Die 45 Minuten vergingen wie im Flug. Das fängt doch mal gut an!
Da ich nun wieder eine längere Pause erwartete, schrieb ich noch schnell Julia, sie möge doch rüberkommen, is ja nicht weit. Und wie das dann immer so ist, kaum ist die SMS unterwegs, schon fängt die Band an. Also schnell runter (die Teestube ist eine Art Keller), möglichst weit nach vorn und ab dafür.
In den nun angebrochenen 45 Minuten zelebrieren die Amis mit dem Publikum eine astreine Punkrock-Sause, wie sie im Buche steht und besser kaum sein könnte. Der Drummer ist ein Tier, und die Stimme vom Sänger kam auch live hervorragend rüber, der gute Mann hat ein ganz exzellentes Organ. Außerdem besitzt er die großartige Gabe, verloren geglaubte Autoschlüssel nach Konzertende wiederzufinden (… :D). Da ich noch nicht allzu lange mit den Werken der Band vertraut bin (das dritte Album „Borrowed time“ erscheint am 13.09.2011), erkenne ich lediglich einige Songs der grandiosen 2009’er Scheibe „Roads, bridges and ruins“, so z.B. meinen Fave „This conversation ends“. Vom neuen Album werden auch ein paar Kostproben zum Besten gegeben. Lediglich die etwas kurze Spieldauer von einer Dreiviertelstunde ist etwas ärgerlich, bei dem Eintrittspreis aber locker zu verschmerzen.
Auch der Gang zum Merch-Stand um Mitternacht war erfreulich, Shirts und Platten für nen Zehner. Nur das neue Album hatten sie leider nicht im Gepäck, so musste ich mit den Vinyl-Versionen der Vorgängerscheiben vorlieb nehmen, was mich allerdings nicht im geringsten störte. So endete der Abend damit, dass uns der Nothington-Sänger den verlorenen Autoschlüssel in die Hand drückt und ich das (einzige?!) Plakat von der Wand reisse.
Das beigefügte Video ist zwar nicht von bester Sound- und Bildqualität (war sehr dunkel da), aber es bringt die Stimmung gut rüber. Die Leute gingen ganz schön steil.
Ein rundum gelungener Abend zum schmalen Kurs – bitte mehr davon!


www.youtube.com/v/gLWHAe_NbtU


Eisen-Dieter

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