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Live-Reviews

Tankard - Barcelona - Salamandra 1 (25.11.2011)
Freitag, der 25.11.11, 13 Uhr. Langsam aber sicher schlägt die 11-köpfige Bande in Bremen auf. Vor ca. einem halben Jahr hat die besagte Truppe für ein Wochenende eine Barcelonareise geplant und gebucht. Ryanair macht es preislich möglich und mit 11 Mann bekommt man günstig ein großes Apartment mitten im Geschehen von Barcelona. Erst durch einen Zufall haben wir mitbekommen, dass Tankard und Onslaugt an diesem Freitag in Barca rocken und am Samstag Warbringer dort aufschlagen! Ein gefundenes Fressen für uns Metalhungrige! Dank Tankard-Manager Buffo konnten wir den genauen Zeitplan herausbekommen, da es zeitlich doch sehr eng werden könnte und wir Onslaught auch gern sehen wollten. Karten wurden beim örtlichen Veranstalter vorbestellt und eine Kontaktperson in Barcelona hat uns auf dem Laufenden gehalten. Leider haben wir dann auch kurzfristig mitbekommen, dass Onslaught aus irgendwelchen Gründen nicht spielen konnte, dafür sollte Fuck Off aus Barcelona die Meute anheizen. Für uns hieß es somit nicht mehr hetzen zu müssen, da Tankard erst um 22:45 Uhr die Bühne entern sollte. Genug Zeit um von Girona mit zwei Taxibussen zum Apartment zu fahren, 2 Paletten Dosenbier zu holen, Schlüsselübergabe und die Anlage mit  Kveratak auf ihre Tauglichkeit zu testen. Test bestanden, und die Leute in den engen Gassen haben nicht schlecht hoch zum Balkon gestaunt. 21 Uhr, jetzt mussten diesmal 3 Taxen herhalten, da das Salamandra 1 nicht gerade um die Ecke lag. 21:30 Uhr Ankunft Salamandra, die Straßen sind voll mit spanischen Metalheads und die Tapabars gefüllt mit der gleichen Spezies. Eine kleine Verstärkung in Form von Burger und Bier und um 22:30 Uhr waren wir endlich am Ort des Geschehens.

Zu diesem Zeitpunkt spielten Forment Tool ihren letzen Song, von daher kann ich zu der Band leider nichts schreiben. Kurz Buffo am Merch begrüßt und dann legten Tankard vor ca. 500 Gesellen los. Was gleich von Anfang an deutlich wird ist, dass die Spanier die Band euphorisch abfeiern, und zwar bis in die letzte Reihe! Trotz anfänglichen Soundschwierigkeiten sprang der Funke zwischen Tankard und dem Publikum sofort über. Tankard rockte einen „Hit“ nach dem anderen, was in der fast 30jährigen Bandgeschichte auch kein Wunder ist. Die Männer haben genug in Petto um eine ganze Setliste nur mit bekannten Songs zu füllen. Zwar waren auch neuere Songs dazwischen, aber das Hauptmerkmal lag bei den älteren Krachern. Um nur einige zu nennen, „The morning after“, „The beauty and the beast“, „Space beer“, „Chemical invasion” usw. Tankard hatten sichtlich Spaß an ihrem Gig und Gerre hat fast jeden Song mit viel Humor angekündigt. Frank hatte an seinem Bass ein Dauergrinsen im Gesicht und rannte von A nach B. Bei dem Song „Slipping the reality“ war dann der Name Programm, da einer von uns seine Kletterkunst beweisen wollte und der Band zeigte, dass man(n) mit fast 40 Jahren eine 1 ½ Meter hohe Bühne mit etwas fremder Hilfe entern kann. Wäre nur toll gewesen, wenn er dann auch gezielt ins Publikum gedived wäre. Aber nein, er musste sich für ein paar Sekunden ohne Mikro am Sängerposten platzieren und einen auf Playback machen, woraufhin Gerre ihn dann einen sanften Schupser in Richtung Publikum gab. Nur dort stand leider keiner bzw. keiner hatte wirklich Lust unseren Kumpel aufzufangen. Resultat: 2 Haarrisse und eine Bänderdehnung. Um sich selbst ein Bild zu machen. Ab 1:50 min. gibt es Ton + Bildmaterial.

Keine Zeit für Schmerzen und weiter ging die schweißtreibende Show und alle rockten fleißig mit. 00:02 Uhr, zum Schluss gab es noch mal „Empty Tankard“, welches lautstark mitgesungen wurde und ein (an)gebrochener Abend ging in irgendwelchen Metalkneipen in Barcelona zur später Stunde noch zu Ende.

Barcelona ist ein Metalmekka für alle Freunde dieser Musikrichtung. Unzählige Rockkneipen verteilen sich in der ganzen Stadt und so waren auch die nächsten zwei Abende wieder unvergesslich. Auch wenn wir Warbringer verpasst haben, da die Jungs schon um 12 Uhr Mittags gerockt haben. Und damit hat natürlich niemand von uns gerechnet! Egal, die nächste Metalbar war um die Ecke und der Laden war binnen von ein paar Minuten in unsere Hand.

Fazit: 3 Tage/Nächte Metal um die Ohren, die Jugendliebe Tankard wiedergesehen, ein kaputter Arm, ein gestohlenes Iphone 4, viel Sonne, viel Bier und am Montag in der Früh besuch von 12 Cops in und vor unserem Apartment…und wer hat Schuld? Knorkator! „Du nich“!


www.youtube.com/v/Zu6bSX9V2ms



www.youtube.com/v/mjC4NwXKui0


Ramin Amir

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