Stage One Studio

Live-Reviews

Audrey Horne - Hamburg - HeadCrash (27.11.2014)
Manchmal wäre es eigentlich ziemlich einfach, Konzert-Reviews zu schreiben. Vor allem, wenn Bands wie Audrey Horne auf der Bühne stehen. Dann würde es stumpf reichen, mehrfach den Bandnamen zu skandieren, und alles Wichtige wäre gesagt. Also: Audrey Horne! Audrey Horne! Oder auch: Audrey – Fucking – Horne! Leider taugt das im Endeffekt dann doch nicht ganz als seriöses Review ( für eben solche sind wir ja bekannt ), daher also nun wie gehabt das übliche Prozedere:
Als wir gegen Acht im HeadCrash eintrudeln, steht die erste Support-Band bereits auf den Brettern: Pet The Preacher aus Dänemark, die ihren Musikstil auf ihrer Facebook-Seite recht gut mit „Heavy Stoner Blues“ zusammenfassen. Mir gefällt die Darbietung recht gut, Soundverhältnisse sind ( noch ) recht akzeptabel. Allerdings gerät der Auftritt vielleicht um einen Song zu lang. Trotzdem: Die gute halbe Stunde war schon nicht von schlechten Eltern, da hab ich schon deutlich schlimmere Trümmertruppen ertragen müssen.
Die Umbaupause sowie die ersten Songs von ´77 nutzen Kollege DSvK und meine Wenigkeit, um die kulinarischen Angebote der Reeperbahn in Augenschein zu nehmen. Nach der Stärkung in Form eines Dönertellers lässt es sich dann auch bei ´77 aushalten, wobei ich die Spanier nicht wirklich geil finde. Die Kopie von Airbourne quasi. Also die Kopie einer Kopie. Sorry Jungs, ihr macht wirklich gut Party und Stimmung und alles, aber eine weitere AC/DC-Kopie braucht wirklich kein Mensch.
Wie dem auch sei, wir sind ja schließlich wegen Audrey Horne hier. Und die starten mit dem Muppets-Intro und dem Opener der aktuellen Scheibe - „Wolf In My Heart“. Hamburg frisst Toschie und dem weltmeisterlich posenden Gefolge ab dem ersten Ton aus der Hand, und bereits hier wird eines deutlich: Die neuen Songs kommen live deutlich geiler rüber. Wie so oft. Mit „Holy Roller“ folgt bereits mein Highlight der Platte, und dieser Song rockt live einfach mal alles weg. Is´ dat geil! Einfach nur herrlich. Toschie und die Saitenfraktion nutzen die Monitorboxen links und rechts der Bühne als Podest und gehen ungeniert auf Tuchfühlung mit den vorderen Reihen. So macht das Spaß!
Es folgt mit „Youngblood“ der erste Song vom „Youngblood“-Album ( Höhö ), danach begeistern u.a. „Volcano Girl“ und „Pretty Little Sunshine“ die ca. 200 – 250 Gäste. Der Laden ist zwar schon recht klein, aber sehr anständig gefüllt. Das Publikum feiert die Band standesgemäß ab, und zum Ende der Show hin gesellen sich einige Leute zur Band auf die Bühne, um dort mit den Jungs abzurocken. Vorher jedoch begeistern die 5 Norweger noch mit den Hits „This Ends Here“ und – natürlich - „Redemption Blues“, der diesmal als erste Zugabe fungiert.


www.youtube.com/v/PS8z3oF5puY


Zu „Waiting For The Night“ gibt es besagtes Bild mit dem Publikum auf der Bühne, der Song ist aber auch eine Party-Granate vor dem Herrn. Cool auch, dass Audrey Horne noch einen etwas älteren Song zocken, nämlich „Blaze Of Ashes“. Ansonsten besteht die Setlist ausschließlich aus „Youngblood“- und „Pure Heavy“-Material. Toschie lässt das Publikum eine Gasse in der Mitte der Halle bilden, ähnlich einer Wall of Death – allerdings stehen die Leute nun für die Band Spalier. Bis auf den Drummer ( logisch ) marschiert die Band die Gasse samt Instrumenten rauf und runter und lockt so die letzten Reserven aus der feierwütigen Meute heraus.
So gerät dieses Konzert zum absoluten Triumpfzug für diese großartige Truppe, die eigentlich noch einige Hundert Zuschauer mehr verdient hätte. Aber dann wären solche Aktionen im Publikum sicherlich kaum noch möglich. Von daher: Geile Nummer, see you next time!
( Kleine Anmerkung: Video + Foto sind diesmal nicht von mir, sondern von DSvK )


Setlist:

Wolf In My Heart
Holy Roller
Youngblood
There Goes A Lady
Volcano Girl
Out Of The City
Tales From The Crypt
Pretty Little Sunshine
Into The Wild
Show & Tell
This Ends Here
Straight Into Your Grave
Redemption Blues
Waiting For The Night
Blaze Of Ashes

Links:
Audrey Horne

Eisen-Dieter

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