Harbor Inn Studios - Bremen
 

Live-Reviews

Ghøstkid - Bremen - Club 100 (03.10.2021)
In diesen Zeiten sind Konzerte leider noch recht rar gesät. Glücklicherweise werden unter der Schirmherrschaft der „Bremer-Club-Solidargemeinschaft“ Club 100 immer wieder Konzerte aus dem Boden gestampft - wie auch an diesem verregneten Sonntag das Paket um Ghøstkid und HeadGear.
Das Gelände an der Weser direkt am Pier2 war aufgrund des Wetters solide gefüllt. Mit Sonne und etwas höheren Temperaturen wäre es sicherlich noch deutlich voller geworden.
Die Bremer HeadGear eröffneten den Abend mit ihrer Melange aus Modern- / Core- und Groove-Metal und konnten beim Publikum sofort punkten. Leider war der frühe Abend mit viel Regen versehen, so dass sich der Start etwas verzögerte. Trotzdem war der Bereich direkt vor der Bühne am Ende anständig mit lokalen Fans und extra aus Österreich angereisten Gästen gefüllt. Viele standen aber auch unter den Dächern der Bierstände oder suchten Schutz im Eingangsbereich des in unmittelbar zur Bühne stehenden Pier2 Clubs.
Trotz einer frischen Brise konnte die Band um Sänger Rieke den Großteil des Publikum nach und nach antriggern vor die Bühne zu kommen, so dass sich im Laufe des Gigs viel Elan, Konfetti und absolut zufriedene Gesichter vor und auf der Bühne befanden. Diese Truppe, die ich vor gut einem Jahr erstmalig als Support von Long Distance Calling gesehen habe, sollte man im Auge behalten.
Nach einer zeitlich überschaubaren Umbaupause kamen Ghøstkid auf die Bühne und begannen ihr Set. Das Publikum der nun gut 1,5 Jahre alten Truppe Ghøstkid rund um Frontman und ehemaligem Eskimo Callboy Sänger Sebastian „Sushi“ Biesler, war sehr breit gefächert und hatte trotz des anhaltenden Regens richtig Bock auf den Auftritt. Die Band spielte sich schnell in einen Groove und wirkte, trotz der sehr überschaubaren Gigs des letzten Jahres, sehr eingespielt und harmonisch. Das hohe Niveau der neuen Metalcore-Hardcore Band aus Gelsenkirchen hat das Publikum sehr gut unterhalten und man merkte schnell, wie sehr sich „Sushi“ mit Musik und Texten identifiziert und es seine Geschichten sind, die er auf der Bühne erzählt. Die düstere Atmosphäre passte zum Wetter und alles wirkte wie aus einem Guss. So arbeiteten sich die Jungs durch die Titel ihres Debütalbums Ghøstkid, das im November letzten Jahres veröffentlicht wurde. Songs wie „Fool“, „Sharks“ oder „Start A Fight“ wurden vom ausgehungerten Publikum genauso dankbar angenommen, wie „This Is Not Hollywood“, "Yøu & I", oder „Supernova“.
Der Gig endete aufgrund der leider überschaubaren Anzahl an Songs im Repertoire recht zügig, aber diese neue Kombo wird wahrscheinlich noch einen langen gemeinsamen Weg gehen und mit neuen Songs und Alben bald ein sehr viel größeres Publikum anziehen. Am Ende waren alle nass, aber froh endlich wieder einen Abend mit Live Insgesamt ein wunderbarer Sonntags-Konzert-Abend…!!!

Steffi Müller & Jens Krause

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