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Ash - "Meltdown" (EastWest)


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Ash
Wenn man Alben nur nach ihrem Cover beurteilt (Jaja, das Thema hatten wir hier in letzter Zeit öfters mal), dann dürften „Ash“ mit „Meltdown“ irgendwo in die Oberliga des Metal gelandet sein: Ein als Tribal getarnter Vogel plus passender Schriftzug vor lodernden Flammen. Das gibt dann schon fast die Nominierung zum Klischee-Cover des Jahres (Ich glaube, das sollten wir wirklich mal anfangen, bei den Zumutungen, die wir dieses Jahr schon in unseren Fingern hatten). Aber wenn man nach dem Cover des drei Jahre alten Vorgängers „Free All Angels“ geht, müsste die Truppe um Tim Wheeler eigentlich eine geclonte Boygroup sein. Die Scheibe war aber trotzdem oder gerade deshalb nicht gerade unerfolgreich.
Und genau das lässt in mir schon schlimmste Befürchtungen aufkommen: Wer einmal in der Pop-Rock-Liga Blut geleckt hat, könnte ganz schnell auf die Idee kommen, das Ganze nochmal zu machen und dabei mit Blick auf den Kontostand das Thema Rock nochmal ein bisschen mehr unter den Tisch fallen zu lassen. Gut, das erste Reinhören zerstreut diese Befürchtungen sofort, der Starter „Meltdown“ klingt nach purem Rock. Der Rest auch. Also bye-bye MTV, VIVA und Bravo.
Dabei klingt das Ganze allerdings immer noch nach „Ash“. Stilistisch ist es wohl eine bunte Melange aus Rotzrock, Metal, Britpop, Punk, Stoner und 60er-Pop-Rock, eigentlich allem was nach lauten Gitarren klingt. Wohin da die Reise genau gehen sollte, ist mir nicht so klar, weil's stilistisch eben wild durcheinander geht. Aber das Schema ist mal wieder verblüffend einfach und gleichzeitig erfolgreich: Hartes Brett in der Strophe, dazu dann zuckersüße Melodien im Refrain.
Am ehesten bleiben da natürlich Nummern mit Suchtfaktor-Refrain hängen. „Orpheus“, „Starcrossed“, „Won't Be Saved“ fallen mir das spontan ein. Vielleicht noch „Detonator“, was mich an – erhängt mich ruhig wegen Blasphemie – irgendwie an „Wir Sind Helden“ erinnert.
Aber eigentlich ist es mal wieder eines der Alben, auf denen es keine wirklich schwachen Tracks gibt, aber irgendwie auch die Übernummer fehlt. Was soll's. „The Bones“ haben die perfekte Einstimmung auf den Sommer gebracht, mit „Ash“ und „Meltdown“ ist er nun endlich da.

9 | 10 Punkten - Holger

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