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Interviews

Gloomball
Hi Alen - Stell Dich den Lesern von King-Asshole.de bitte kurz vor, damit alle wissen mit wem sie es zu tun haben :-)

Hi mein Name ist Alen Ljubic und ich bin Frontman der Mannheimer Metal/Rock Band GLOOMBALL.

Euer aktuelles Album „The Quiet Monster“ hat bis dato wirklich verdammt gute Kritiken bekommen. Was genau bedeuten Dir die Kritiken und wie gehst Du mit Kritik (positiv oder auch negativ) so um?

Ich freue mich natürlich über jede positive Kritik, insbesondere wenn ich merke, dass der Kritiker uns verstanden hat und unsere Arbeit zu schätzen weiß. Bei negativen Kritiken bin ich immer kurz davor die Band aufzulösen und begebe mich umgehend weinend in den Keller. Aber mal im Ernst, das ist alles ok, wir wissen genau, dass man es nicht jedem recht machen kann, und das wollen wir auch nicht, deswegen tangiert mich das auch nicht. Da kann jeder gerne seine eigene Meinung haben. Wenn man sich durch schlechte Kritiken aus der Bahn werfen lässt, ist man im Musikgeschäft fehl am Platz. Oft kommen solche negativen Beurteilungen auch nur von Leuten, die entweder keine Ahnung haben, und sich etwas wichtigmachen wollen, ohne selbst jemals zuvor etwas Musikalisches geleistet zu haben.

Ihr habt in den Kohlekeller Studios in Frankfurt (Crematory, Powerwolf) aufgenommen. Wie wichtig ist Dir/Euch die Wahl des Studios, bzw. des Produzenten (in diesem Fall Kristian Kohlmannslehner). Wie wurde das Album durch diese Wahl beeinflusst?

Diese Wahl ist meiner Meinung nach mit am wichtigsten. Natürlich ist es noch wichtiger gutes Material zu haben, aber es gehört dennoch beides zum Aufnahmeprozess eines Albums dazu. Der Produzent ist dazu da kreative Impulse zu geben und natürlich auch das passende Soundgewand zu liefern. Das ist Kohle sehr gut gelungen. Wir kannten uns schon eine ganze Weile davor und wir hatten da von Anfang an ein gutes Gefühl. Die Zusammenarbeit war super. Entspannt und fokussiert zugleich, und ich denke man kann ganz klar die Weiterentwicklung zum ersten Album, „The Distance“ hören.

Wie fertig sind die Songs, wenn Ihr ins Studio geht? Schraubt Ihr da noch an Arrangements oder Texten rum oder geht ihr „fertig“ vorbereitet ins Studio?

Bei „The Quiet Monster“ haben wir ein paar Songs tatsächlich im Studio zu Ende geschrieben und arrangiert. Das jedoch erfordert Vertrauen und Zeit, aber da wir das so wollten war es super, vor allem wenn ich mir das Ergebnis anhöre. Wir wollten ja einen 6. Mann, frische Ohren, die eventuell kritischer sind als unsere. Wir haben noch Arrangements anpassen können, und ich habe mir dann natürlich auch bei einigen Textzeilen bis zum Schluss Zeit gelassen. Ich finde es immer gut neue Wege zu gehen. Man lernt viel über sich selbst und den ganzen Prozess. Das tut u.a. auch der Kreativität gut.

Gibt es in Deinen Augen „den perfekten Song“ – wenn ja – was macht ihn aus?

Das Schöne an Musik ist, dass sie nie perfekt ist. Ich glaube nicht, dass es Perfektion gibt. Die ganzen Fehler machen es ja zu dem was es ist. Wenn ich mir einige Alben aus meiner Teenagerzeit anhöre denke ich mir oft „Ganz schön miese Produktion“, aber dieser Gedanke verflüchtigt sich dann, wenn man sich in die Zeit zurückversetzt und sich an die Emotionen und Umstände erinnert. Da gibt es irgendwie kein Rezept. Authentizität ist wichtiger als Perfektion, trotzdem strebt man als Künstler nach ihr.

Was hat sich seit dem VÖ Eures Debüts bis heute zum VÖ des zweiten Albums verändert, bzw. wie sind die Unterschiede zu beschreiben?

Wir geben mehr Konzerte, haben viele neue Freunde und Fans dazu gewonnen. Wir sind bessere Musiker geworden. Björn hat einen Swimmingpool, Jossi eine Farm, Basti arbeitet an seiner eigenen Modekollektion, Danny Joe modelt oder schreibt Kinderbücher und ich habe mir einen Porsche gekauft. Kurz: Wir haben uns nicht verändert.

Ihr seid in den letzten 12 Monaten live sehr aktiv gewesen. Was gefällt Dir am Tour-Leben und was strengt Dich an bzw. nervt ggf. sogar ein wenig?

Ich mag das Tour-Leben. Wir als Band verstehen uns sehr und haben sehr viel Spaß. Bei uns kommt glücklicherweise selten schlechte Stimmung auf, und wenn doch, wissen wir respektvoll miteinander umzugehen. Am coolsten ist es wenn man dazu noch mit einer anderen Band tourt, die ähnlich tickt. Gegenseitiger Respekt ist das A und O. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn die Zuschauer Spaß haben. Das motiviert mich immer wieder, egal wie hart es manchmal auch sein kann, denn man vergisst oft, dass es richtige Arbeit ist und nicht nur Party. Aber das gefällt mir so daran. Außerdem, ich schätze mich echt glücklich, dass wir als Band Sachen erleben dürfen, die manch anderer in seinem „normalen“ Job nie erfahren wird. Es ist besser als in einem Büro zu sitzen, aber ich hasse es wenn beim Catering die M&M’s nicht nach Farbe sortiert sind.

Wird es noch ein Video von Euch geben?

Lasst euch überraschen.

Beschreibe das in Deinen Augen wichtigste Promo-Instrument für eine Band. Was ist in Deinen Augen am wichtigsten, um eine Band zu pushen?

Die beste Promo ist ein Konzert. Eine überzeugende Liveshow ist besser als alles andere, die ist nämlich echt und man kann eine Live Band nicht downloaden. Man kann sich daheim einen Livemitschnitt über die tollste Anlage der Welt anhören, aber dieses gewisse eine Gefühl bekommt man dadurch niemals. Die Leute nehmen einen bleibenden Eindruck mit nach Hause und darum geht es letztendlich.

Gibt es eine Band mit welcher Ihr Euch verdammt gerne mal die Bühne teilen würdet?

Ja, einige! Gibt viele persönliche Helden mit denen man gerne mal die Bühnen teilen würde. Aber ich hab da jetzt echt keinen Favoriten. Wenn es dann passiert, werde ich es Dir mitteilen. Deal?

Welche Scheiben liegen derzeit in Nähe Deines CD-Players und müssen dringend von den Lesern angehört werden?

Aktuell höre ich Billy Idol – “Kings and Queens of the Underground”, Deichkind – “Niveau Weshalb Warum”, Spitfire – “Welcome To Bone City” und Behemoth – “The Satanist”.

Was sind die Pläne für die nächsten Monate?

Gas geben, so viel wie möglich spielen und einfach Schritt für Schritt das Monster wachsen lassen.

Nenne mir bitte Deine drei Lieblingsorte auf der Welt und begründe Deine Auswahl kurz.

Daheim, weil es zu Hause am schönsten ist. Die Bühne, weil ich es liebe zu spielen, und Urlaub, dabei ist eigentlich völlig egal wohin, außer die Temperatur sinkt unter 18°C, dann lieber nicht.

Vielen Dank für das Interview!

Links:
Gloomball
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