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Live-Reviews

Mustasch - Bremen - Schlachthof (22.11.2013)
Es ist dunkel und man geht zur Arbeit, man geht nach Hause und es ist wieder dunkel...

Nicht schön, aber ein Laster des Winters.

Doch an diesem Abend hatte man ein Ziel, ja ein freudiges Ereignis, welches auf die Bremer Rock-Gemeinde wartet.

Die Schweden von Mustasch sind „in town“ und haben mit den Niederländern von Black-Bone einen würdigen Support.

Recht pünktlich um 20 Uhr begannen die Niederländer von Black-Bone dann auch schon sehr motiviert. Ggf. hatten sie anfänglich noch den Vortages-Gig mit Volbeat in Amsterdam in den Knochen, aber das tat der Sache nach hinten hin keinen Abbruch. Nachdem die optische Handbremse nach zwei drei Liedern gelöst wurde, war alles bestens. Das Trio aus Eindhoven ist noch sehr jung, bietet aber eine sehr angenehme und sympathische Melange aus irgendwie AC/DC, ein wenig Led Zeppelin oder halt auch mal einer Rutsche Guns N‘ Roses.

Der Schlachthof füllte sich sehr langsam, was aber nicht wirklich an der Supportband lag.
Beim letzten Gig von Mustasch in Bremen, bei dem geschätzte 120 Leute zugegen waren, hatte man ein legendäres kleines Schiff/Boot als Venue, auf das in etwa 200 Leute passten (bei Konzerten).
In den Schlachthof passen grob 1000 Leute, demnach wirken dann zu dem Zeitpunkt die vielleicht 150 bis 200 Anwesenden etwas verloren. Es gab auch großes Rätselraten, warum diese Location für den Gig gewählt wurde, aber egal – denn schließlich geht es um die Musik und nicht um die Anzahl der zahlenden Gäste.

Jedenfalls rockten sich Black-Bone mehr als solide durch ihre Stücke und konnten sicherlich den einen oder anderen neuen Fan begrüßen. Diese engagierten Jungs sollte man im Auge behalten. Guter Opener..

Nach etwas mehr als einer halben Stunde war dann aber Schicht und die Umbauarbeiten für die Schweden von Mustasch war der nächste Punkt auf der Agenda.

Gegen kurz nach 21 Uhr kamen die lässigen Schweden auf die Bühne und starteten ihrem „Tritonus“ Intro, welches ansatzlos in „Heresy – Blasphemy“ überging…

Frontsau Ralf Gyllenhammar hat die Zuschauer mit seiner gewohnt lässigen, etwas sarkastischen Art schnell bei sich. Der Gute macht einfach Spaß und ist halt einfach ein sehr souveräner Frontmann, der jeden Laden schnell im Griff hat.

Ein paar Wortfetzen auf Deutsch hier, ein paar Sprüche und Lobpreisungen über Deutschland da – alles mit seiner gewohnten Ironie und lustigen Betonung.
Tracks wie „Down In Black“, „It’s Never Too Late“, „I Don’t Hate You“ oder das grandiose „Speed Metal“ kamen ebenso zum Zuge wie das extrem abgefeierte „Double Nature“ - dicht gefolgt von „Black City“.

Der Schlachthof hat sich noch ein wenig gefüllt, aber wenn 300 Besucher erreicht wurden, dann ist das grob passen, deckt sich auch mit den Infos die ich diesbezüglich bekam.

Man kann das nun von zwei Seiten betrachten – warum kommen nicht mehr Leute zu dieser wirklich grandiosen Band, die live immer ein Garant ist, die über den absolut soliden Sound, viel Spaß und über einen grandiosen Fronter verfügen.
Oder man überlegt halt welche Clubs am besten passen, da die Jungs zwar cool sind, aber halt maximal Läden bis 400 Leute füllen.

Wie auch immer – warum einige Bands wie ein Magnet ziehen, ohne erkennbare musikalische Gründe, warum andere nicht größer sind?!
Fragen über Fragen, die man eh nie beantwortet bekommt.
Mit „I Hunt Alone“ und der Zugabe „6:36“ wird der Abend gebühren beendet und ich kann nur den Daumen erheben.

Die Jungs sollte man sich anschauen, die Jungs sollte man in sein Herz schließen – lässige Schweden, die einfach Spaß machen…ich bin immer wieder dabei !!!

Ende der Durchsage !!!

Jens Krause

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