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Backyard Babies
Kaum ein Act hat den Rock’N’Roll hochprozentiger im Blut, als die Schweden von Backyard Babies. Mit ihrem vierten Studioalbum „Stockholm syndrome“ stellt der Vierer einmal mehr klar worum es ihnen geht, Spass und ihre Vision von hartem Rock zu verwirklichen. Es lebe das alte Klischee um Sex, Drugs & Rock’N’Roll, welches die Jungs um Sänger und Gitarrist Nicke Borg leibhaftig verkörpern. Mit Produzent Joe Barresi (QOTSA, Rancid u.a.) verschanzte man sich drei Wochen im Stockholmer Studio 301 und schmiedete unter hitzigen Temperaturen an den elf Gassenhauern ihres neuen Meisterwerks.
„Alles ist perfekt soweit“, sprudelt der gutgelaunte Frontmann sofort aus sich heraus. „Wenn man an einem neuen Album arbeitet, ist man zu Beginn immer skeptisch wie es ankommt und ob man selber davon überzeugt ist.
Wir lieben das Resultat und ich denke, dass jeder der das Album nicht mag, einfach nicht auf Rock’N’Roll steht. Sicherlich sagt jeder Act von seinem neuen Album, dass es das beste ist, doch wir sind vollkommen überwältigt und haben ein saugutes Gefühl.
Es gab im Vorfeld keinerlei Probleme und die Ideen sprudelten regelrecht aus uns heraus. Wir wollten direkter und dreckiger klingen und die Energie auf’s Band packen, die wir Live rüberbringen.“ Dies ist ohne Zweifel gelungen, denn jeder Track fegt einem als gnadenloses Brett um die Ohren.
Man scheint hungrig gewesen zu sein. „Wir haben für „Making enemies is good“ sehr viel getourt und uns anschließend vollkommen auf das Songwriting konzentriert. Wir wollten uns nochmals übertreffen und uns keinesfalls dabei wiederholen.
Jeder Song ist diesesmal wie ein abgeschlossenes Kapitel. Man soll zu jedem der Tracks tanzen und rocken können, egal auf welchem Ort dieser Welt man sich befindet.“ Die Sprache des Rock’N’Roll!
Dies ist zudem die Message der Backyard Babies, für die es um Spass geht und nicht darum, den Zeigefinger zu erheben.
„Der Spassfaktor sollte stets rüberkommen, deshalb halten wir politische Denkweisen stets außen vor. Es ist sicherlich nicht so, dass wir nichts zu sagen hätten, aber man soll eben für kurze Zeit die verrückte Welt in der wir leben vergessen und abschalten können. Du siehst die Backyard Babies, hast eine gute Zeit und bist glücklich.
Wenn es eine Message gibt, dann ist es diese. Wir sind nunmal eine Rockband und lieben es zu feiern. Wir nehmen unsere Sache aber definitiv ernst, so sind wir beispielsweise ernsthafte Trinker, haha!“
Hits gibt es demnach zu genüge, angefangen beim straighten Opener „Everybody ready?!“ oder punkigen Tracks wie „Earn the crowd“ oder dem ultimativen „Friends“, worauf über 30 befreundete Musiker zu hören sind, denen man in den vergangenen fünf Jahren das Mikro unter die Nase gehalten hat.
Die Prominenz geht dabei von den Hanoi Rocks, Hellacopters, über L7 bis hin zu Joey Ramone, der im April 2001 verstorben ist. „Als Joey seinen Part einsang, war er bereits sehr krank, weshalb sein Tod für uns keinesfalls überraschend kam.
Wir wollten den Song damals jedoch bewusst nicht auskoppeln, um nicht auf der Welle von Bands mitzuschwimmen, die von seinem Tod profitieren wollten. Natürlich bin ich stolz darauf mit ihm gearbeitet und ihn kennengelernt zu haben, doch wollten wir uns damit nicht in den Vordergrund spielen.“
„Ich werde immer ein verdammter Sleaze Rocker sein“, bekennt sich Nicke zu Acts wie Guns’N’Roses, Faster Pussycat oder Mötley Crüe. „Ich liebe diese Bands, auch wenn viele Musiker ihren Zenit längst überschritten haben. Mittlerweile sind die meisten noch weitaus mehr ausgeflippt und verrückter, aber wer ist das schon nicht?!“ Die Backyard Babies bescheren uns jedoch noch hoffentlich einige weitere erstklassige Alben wie „Stockholm syndrome“, das man einfach gehört haben muss, wenn man einen Funken Rock’N’Roll im Blut besitzt!

Interview Markus Wosgien

Reviews zum Thema "Backyard Babies"

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Live-Reviews zum Thema "Backyard Babies"

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Es gibt so Momente, in denen öffnet der Herr der Finsternis seine Tore um seine metal-wütigen Jünger in sein Reich zu lassen und neben ihm auch noch den Erzeugern brachialakustischer Melodeien zu huldigen. So geschehen am letzten Woche auf dem With Full Force Festival auf dem Flughafen Roitzschjora in Löbnitz bei Leipzig.
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