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Crowbar
Crowbar gelten als die schwergewichtigste Band der Metalszene und besitzen diesen Ruf nicht nur aufgrund ihrer Körperfülle, denn schwermütig und ebenso schwer verdaulich ist der Sound, den die Mannen um Sänger & Gitarrist Kirk Windstein seit nunmehr fünfzehn Jahren erfolgreich produzieren. Lifesblood For The Downtrodden ist der nunmehr achte Longplayer, auf den wir stolze vier Jahre warten mussten. Viel verändert hat sich im Grunde nicht, denn Crowbar sind nunmal Crowbar. Nur ist der geneigte Fan nun um elf weitere Doomwalzen reicher. Sie sind aggressiv, auf ihre Art melodisch, doch stets heavy und sie besitzen einen mörderischen Groove wie kaum ein anderer Act ihres Kalibers.
„Man ist immer sehr euphorisch und zufrieden, wenn man ein neues Album veröffentlicht“, berichtet ein gut gelaunter Kirk Windstein am anderen Ende der Leitung. „Das Album wurde bereits im September 2003 aufgenommen, dadurch hatte ich viel Zeit um mich damit auseinanderzusetzen und es zu analysieren. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass es unser bislang stärkstes Material ist.“ Im darauffolgenden Jahr war man vorwiegend damit beschäftigt ein passendes Label zu suchen, um Lifesblood For The Downtrodden adäquat zu veröffentlichen. Zudem galt es ein neues line-up zusammenzustellen, da die an den Aufnahmen beteiligten Musiker mit ihren eigenen Formationen zu beschäftigt waren, um sich komplett auf Crowbar zu konzentrieren. In dieser Besetzung tourten Crowbar bereits im vergangenen Sommer durch die deutschen Clubs und begeisterten auf dem With Full Force-Festival. „Es sind durchweg hervorragende Musiker und ich würde mir sehr wünschen, dass diese Formation langfristig erhalten bleibt. Noch nie wurde ein Musiker aus der Band geworfen, nur mit den Jahren ändern die Leute ihre Ziele und oftmals hatten wir Künstler bei uns die nebenbei noch in anderen Acts spielten oder neue Projekte planten. Die Zeit zwischen den letzten beiden Alben ging dadurch sehr schnell vorbei, es war keinesfalls so dass wir auf der faulen Haut gelegen hätten. Mittlerweile bereiten wir uns auf die bevorstehende US-Tour mit Entombed vor und planen bereits im Sommer wieder nach Europa zu kommen.“
Im Gepäck haben sie ein heißes Kalieber, das zwar klassisch und typisch für Crowbar ist, jedoch in sich sehr variabel und vielschichtig erscheint. „Mir war es sehr wichtig, dass die neuen Songs flexibel klingen. Ich bin auf alle bisherigen Crowbar Veröffentlichungen stolz, aber es gab Alben die doch eher wie ein einziger, langer Titel klangen. Deshalb war es mir wichtig, beispielsweise in der Geschwindigkeit oder der Dynamik zu variieren. Ein Track wie Fall Back To Zero zeigt Crowbar von einer Seite, von der wir uns bislang noch nie gezeigt haben. Wir werden immer wie Crowbar klingen, nur denke ich dass wir erneut einige Stufen weiter gegangen sind.“ Das schöne an dem Sound der Burschen ist, dass sie stets rocken und grooven, sei es in Zeitlupe oder mit Beschleunigung.
Thematisch hat der Vierer aus New Orleans nie ein Blatt vor den Mund genommen und verarbeitet aktuelle Themen, persönliche Erfahrungen, Ansichten über die Welt und die Menschheit. „Die Texte entstehen stets spontan und hängen von meiner Stimmung ab, in die mich die Musik eines bestimmten Titels bringt. Ich schließe mich dann in einem Zimmer ein und höre mir einen Song immer und immer wieder an, lasse ihn auf mich wirken und schreibe dann die Gedanken nieder, die mir dazu in den Sinn kommen. Diese Methode wende ich nun seit vielen Jahren an. Ich erfinde dabei keine Geschichten, es sind persönliche Themen die mich beschäftigen. Die Musik entsteht somit immer frei von Texten, die erst hinterher dazukommen.“
15 Jahre sind eine lange Zeit, in der Crowbar sämtliche Höhen und Tiefen durchlebt haben. Ihr Debutalbum Obedience Through Suffering erschien, als der Death Metal gerade zu boomen begann, und bereits dessen Nachfolger Crowbar überschritt die 100.000er Grenze an Verkäufen. „Ich bin vor allem stolz darauf, dass ich meine Vision von Crowbar konsequent verfolgt habe und bis heute eine Menge Spass damit habe“, kommentiert Kirk rückblickend auf seine Karriere. „Möglicherweise bin ich nicht reich geworden, aber ich konnte stets durch die ganze Welt touren und auf Festivals spielen, oftmals zusammen mit großartigen Acts wie mit Motörhead oder Judas Priest. Wenn man jung ist träumt man davon, für uns wurde es die Realität. Einer der Höhepunkte für uns war die Tour mit Pantera, die uns jeden Abend in ausverkaufte Arenen führte und vor zehn bis fünfzehn Tausend Fans performen lies. Unsere Clips wurden auf MTV und VH1 präsent und jeder in der Metalszene kennt den Namen Crowbar mittlerweile. Für uns gibt es keinen Grund aufzuhören, es wird noch viele Crowbar Alben geben und wir werden uns sicherlich stetig weiterentwickeln ohne dabei unsere Roots zu verleugnen.“
Etwas anders wünschen wir uns auch gar nicht.

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Crowbar
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