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Bad Religion - Docks Hamburg (03.06.2008)
Na, das wurde ja auch mal wieder Zeit. Nach diversen Jahren der Live-Abstinenz geben sich die Punkrock-Helden meiner schon lange verjährten Jugend, BAD RELIGION, mal wieder die Ehre live in Norddeutschland zu spielen.
Als unangekündigte Vorband eröffnen die Neuseeländer von STERIOGRAM den Abend, beginnen recht gut, lassen dann aber leider, auch bedingt durch einige unangebrachte Sprechgesangeinlagen, stark nach. Schade. Dazu muss ich außerdem bemerken, dass der Gitarrist eine wesentlich bessere Gesangsstimme hatte als der eigentliche Shouter.

BAD RELIGION beginnen dann wirklich pünktlich wie die Maurer um Schlag 21 Uhr, sogleich mit „21st century digital boy“. In der Folge präsentieren sie dem sehr gemischten Publikum, zwischen 16 und 50 ist alles dabei, einen äußerst gelungenen Querschnitt aus mittlerweile über 25 Jahren Bandgeschichte. Die Truppe präsentiert sich, passend zum Hamburger Publikum, erfrischend unaufgeregt, die Ansagen werden spartanisch und kurz gehalten, statt dessen wird der Fokus wie eh und je auf die Musik gelegt. Die Songs von den letzten drei Alben halten sich eher in Grenzen, Freunde nostalgischer Stücke kommen voll auf ihre Kosten, der Gipfel ist dann wirklich mit „Delirium of Disorder“ erreicht! Beinahe jedes Album der Kalifornier ist in der langen Setlist mit mindestens einem Stück vertreten, der eigentlich ungeliebte, weil chartstaugliche „Punkrock Song“ weiß live durchaus zu gefallen, Hits wie „Flat Earth Society“, „I want to conquer the world“ oder „American Jesus“ sind ohnehin eine Bank. Sänger Greg Graffin bemerkt zwischendurch, dass sich in den Docks in den letzten zwanzig Jahren offensichtlich nichts geändert habe, weil die Klimaanlage immer noch nicht funktioniere, ähnliches lässt sich allerdings auch von seinen immer noch recht unbeholfenen Gesten auf der Bühne behaupten. Some things never change… Bemerkenswert seine Entschuldigung, dass man es leider diesmal nicht nach Bremen geschafft habe, hört man dann ja auch mal ganz gerne!!
Sorgen bereitet mir die äußerst dürre Erscheinung von Gitarrist Brett Gurewitz, der aussieht, als könne er zwischendurch ruhig mal ´ne Mahlzeit einnehmen. Er spielt die Show allerdings mit vollem Elan durch, zu meiner Überraschung ist die aber nach einer guten Stunde zu Ende. Der vier Lieder umfassende Zugabenblock beginnt mit „Infected“, zu meinem Leidwesen wird „No control“ gar nicht intoniert, aber man kann halt auch nicht alles haben. Nach einem guten, aber leider viel zu kurzen Konzert erwirbt man am mit Motiven nicht gerade üppig ausgestatteten Merchstand für völlig korrekte 15 Euronen noch ein Shirt und freut sich dann aufs nächste Mal, dann aber bitte wieder in der schöneren Hansestadt. In jedem Fall schmeckt da das Bier besser, als diese Plörre, die im Docks ausgeschenkt wird!!

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Bad Religion

Nille

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