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Album-Reviews

Stone Sour - "House Of Gold & Bones Part 2" (Roadrunner Records)


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Roadrunner Records
Mit House Of Gold & Bones Part 2 kommt, wie schon der Titel erzählt, der zweite Teil der Stone Sour Saga.
Bescherte mir der erste Teil unter anderem schon "den Hit 2012" ("Gone Sovereign"), so war ich sehr gespannt was nun im zweiten Akt folgen sollte.
"Red City" ist er Opener und er beginnt sehr sehr schleppend und erst im zweiten Teil des Tracks wird es knackiger und auch heftiger. Solider Opener, aber auch kein Überstück.
"Black John" beginnt hier schon weitaus abwechslungsreicher und weiß mit einem coolen Groove zu überzeugen. Corey Taylor, gesanglich eh in einer eigenen Liga, drückt mit seinen Mannen auch schön aufs Gaspedal, bevor es bei "Sadist" wieder sehr ruhig und gemächlich wird. "Sadist" wirkt sehr emotional und baut sich stimmungstechnisch sehr gut auf, driftet ab und an in Richtung Schmachthausen ab, aber bekommt immer gerade noch so die Kurve.
"Peckinpah" beginnt dann gleich wieder eine Prise härter und der Song kann mit mehr Punch überzeugen, Power, Groove - starker Song. "Stalemate" ist dann etwas besinnlicher, gibt dann aber Gas und der ganze Song ist mit einem ungemein hohen Wiedererkennungswert ausgestattet und schön abwechslungsreich. "Gravesend" zieht noch ein wenig an und verzerrte Gesangsparts wechseln sich mit schönen cleanen Refrainteilen ab. Roy Mayorga's präzises Drumming macht gerade hier enorm Spaß. Nun folgt das etwas besinnlich beginnende "'82" welches in ein griffiges Brett übergeht und einfach Spaß macht. "The Uncanny Valley" ist ein recht schleppender Titel (dachte erst hier sei Anthrax am Werk bei dem Beginn), der sehr gitarrenlastig arbeitet und in Teilen die dazugehörige Melancholie verarbeitet. Mit "Blue Smoke" geht es sehr bedächtig los und man könnte meinen, man sei in einem Soundrack angekommen, denn die sich langsam aufbauende Stimmung ist hier grandios eingefangen. Leicht verzerrte Stimme, Piano-Anschläge alle paar Sekunden und langsam aufkommende Stimmungsbögen - schöner Übergang zur Auskopplung und zum catchy Ohrwurm "Do Me A Favor". Anfänglich hatte ich ein wenig Probleme mit diesem teilweise sperrigen Stück, aber nach ein paar Durchläufen hat dieser Song eindeutig gewonnen und ich kann verstehen warum dieser ausgekoppelt wurde. Der Song ist abwechslungsreich und hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert, ist alles andere als eine Ballade, sondern sehr komplex im Aufbau - groovt und rockt einfach, klasse Teil.
Nun folgt "The Conflagration", die Hommage an Bon Jovi, oder auch "wie kann ich schmachten und trotzdem cool klingen" ;-). Irgendwie erinnert mich der Song immer an eine Melange aus Guns N Roses' "November Rain" und so den typischen Bon Jovi Balladen (habe da jetzt keine zur Hand).
Das Lied ist ein Song für Schwiegermuttern und Corey holt hier das große Gefühlskino raus - und warum - weil er es kann...
Nun kommt der Titeltrack und der hat es in der Tat in sich, es beginnt mit einem solidem Trommelwirbel, bevor sich die Rhythmusfraktion eingroovt und der Song losfährt.
Der Track hat nen guten Drive und ist wirklich der richtige Song um das Kapitel "Gold und Knochen" (in zwei Akten) zu beenden.
Part 2 ist in meinen Augen nicht ganz so stark wie der erste Teil, aber man sollte das Album als Teil des Ganzen betrachten und so gefällt es dann als Gesamtkunstwerk. Der erste Teil hat mir letztes Jahr eine sehr gute Zeit beschert und Teil zwei nun auch schon die Osterzeit versüßt.
Danke...

8 | 10 Punkten - Jens Krause

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