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Alternative Allstars - "110% Rock" (Steamhammer / SPV)


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Alternative Allstars
Steamhammer / SPV
Man kann sich selbst die Messlatte ziemlich hoch legen. Insbesondere wenn man sich selbst „Alternative Allstars“ und sein Album „110% Rock“ nennt. Nun gut, dass sich hinter diesem Namen Leute wie Billy Corgan, Dave Wyndorf, Flea und Dave Grohl zusammengetan haben erwartet wohl niemand ernsthaft, zumal sich Letzterer ja bekanntlich gerade mit „Probot“ so eine Art „Metal Allstars“ zusammengebastelt hat. Und sich mit großer Fresse weit aus dem Fenster lehnen ist einer Karriere als Rockstar ja auch nicht gerade hinderlich, zumal ja hierzulande mittlerweile selbst Jeanette als Alternative durchgeht und sich jeder, der in der ersten Runde bei DSDS & Co rausgeflogen ist, als Allstar bezeichnen darf...

Das sollte uns aber alles nicht weiter stören, so lange die Jungs einlösen, was sie mit dem Titel des Albums versprochen haben: Kurz gesagt tun sie dies, indem sie auf den Hau-Drauf-Rock setzen, mit dem ja mittlerweile jede zweite Band ihre Brötchen verdient und der auch schon zu Zeiten der Stones nicht mehr wirklich neu war. Solange sowas gut gemacht ist und vernünftig rockt hört man's ja schließlich gerne.

Die Scheibe beginnt viel versprechend mit einer energiegeladenen melodischen Prügelrocknummer („Walking Up To Reality“) gefolgt von dem etwas öden „110% Rock“. Im weiteren Verlauf wechseln sich dann Stakkato-Punk a la Green Day („Rubberball“, „Brand New Day“) munter mit weiteren melodischen aber meist gleichzeitig auch rauhen Prügelrock („Take Me Higher“, wahrscheinlich nach „Rubberball“ die beste Nummer auf dem Album) ab. Insbesondere der Hang zum Melodischen fällt bei allen Stücken auf und gefällt.

Zu erwähnen seien auch noch die Gastauftritte von „4LYN“-Sänger Ron („Falling From Grace“) und „Donots“-Frontman Ingo Knollmann („I Get Around“). Letzterer kann allerdings nicht überzeugen kann und gehört eher zu den schwächeren Nummer des Albums. Die unvermeidliche schleimig schmachtende Ballade („Emotions“) verschweigen wir am dieser Stelle lieber.

Das mit den Allstars war im übrigen auch nicht so ganz gelogen: Neben den beiden schon erwähnten Gaststars, ist mit „Thumb“-Frontman Claus Grabke der Kopf hinter dem Ganzen auch kein ganz unbeschriebenes Blatt. Und bei einem der drei in zwei Produktionsjahren verschlissenen Drummern handelt es sich zu guter letzt um Neu-„H-BlockX“ Steffen Wilmking.

Fazit: Die Truppe hat zwar den Rock'n'Roll nicht neu erfunden, aber trotzdem oder gerade deswegen solide Arbeit abgeliefert, die – bis auf die erwähnten Schwachpunkte - richtig rockt.

8 | 10 Punkten - Holger

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