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Interviews

Smoke Blow
Momentan ist es etwas ruhig um die Kieler Institution Smoke Blow. Nur 2 Festivals und eine Club-Show ( Mitte Dezember in de Hamburger Fabrik ) in 2011. So war es interessant zu hören, was Sänger und Sprachrohr Jack Letten in folgendem Interview Neues zu erzählen hatte.

Eingangsfrage: Wie haben eure Fans auf das letzte Album „The Record“ eurer Meinung nach reagiert?

JL: Tja, das ist eine äußerst interessante Frage, die ich persönlich nur grob beantworten kann. Du solltest vielleicht im Rahmen von SB-Konzerten ein paar Stichproben nehmen. Wir haben zumindest keine allzu großen Klagen in Empfang nehmen dürfen, sodass ich vermute, dass "The Record" jemandem gefallen haben wird. Ich meine sogar, den ein oder anderen im Publikum jauchzen gehört zu haben, als wir im Jahr 2010 die Platte tourten. Allerdings kommen z.B. "Nuclear War", "Alligator Rodeo", "777 Bloodrock", "Sweetwater", "Satan's Highway" oder "Unbroken" auch immer okay an. Von daher sind wir wohl in der glücklichen Lage, machen zu können, was wir wollen. Irgendeinem gefällt es am Ende schon. Im Notfall uns. Merkst selber.

Strengen diese Songs live besonders an? Weil verhältnismäßig wenig davon auf der Tour gespielt wurden!

JL: Natürlich hauen die Songs körperlich mittlerweile ganz gut rein, das lässt sich nicht verleugnen. Besonders der Fabst hat gut zu leiden und schlägt sich besonders wacker. Allerdings hatten wir zuletzt immer eine sehr gute Anzahl im Set, 4-5 meistens. Geschickt verteilt natürlich, aber dynamische "The Record"-Doppel- oder Triple-Zündungen haben wir durchaus des Öfteren vorgenommen. Wenn Du mit 7 Alben im Gepäck unterwegs bist, kommt es hier und dort natürlich vor, dass die eine Setlist "oldschooliger" ausfällt als die nächste.  

Fällt es Euch auf, wenn manche Leute auf einer Tour mehrere Shows besuchen?

JL: Klar gibt es Gesichter, die man regelmäßiger sieht und an die man sich erinnert. Es freut uns natürlich auch, wenn der ein oder andere auch mal zwei-drei Konzerte besucht, um sich zu vergewissern, dass wir nicht immer das Gleiche spielen.

Was ist Eurer Meinung nach Euer stärkstes eigenes Album?

JL: Das kannst Du mich nicht so wirklich abschließend fragen, da es variiert. Nach Beendigung einer neuen Platte sind die entsprechend frischen Songs natürlich gerade live immer am spannendsten. Aber grundsätzlich finde ich heute die "Bloodrock" am besten, morgen gefällt dann die "German Angst" und im Sommer drauf denke ich, dass die "Colossus" ne geile Autoplatte ist. Aber es ist nun nicht eben so, dass man seine eigenen Platten nach Fertigstellung sonderlich häufig hört. Die Songs wurden ja während des Entstehungsprozess schon so oft hin und her geschoben, da hängen sie Dir irgendwann auch erstmal zum Hals raus. Aber trotzdem vergewissere ich mich von Zeit zu Zeit, ob das, was man irgendwann aufgenommen hat, auch wirklich gut war. Und ich muss schon sagen: Ja, geile Sachen dabei. 

Kann man so sehen ;) Habt Ihr bestimmte Lieblingslocations oder –städte, in denen Ihr spielt?

JL: Natürlich bleibt einem auch der ein oder andere besonders nette örtliche Veranstalter und seine Crew im Gedächtnis und man freut sich schon aufs nächste Mal, oder denkt sich, dass Atmosphäre und Sound im Club XY schon prima sind. Da gibt es erstaunlicher Weise gar nicht so wenige Örtlichkeiten, die man mag. Fabrik, Pumpe, Schlachthof, Bei Chez Heinz, Conne Island, Molotow, Knust, 59:1, Backstage undundund...   

Songs, die Ihr besonders gerne live spielt?

JL: Das ist echt ein wenig von der jeweiligen Tagesform abhängig, diverse Songs haut man immer wieder gerne raus, weil sich der ein oder andere eben besonders drauf freut, aber DEN oder DIE Lieblings-Livesong/s, den/die habe ich nun nicht unbedingt. 

Wer bestimmt bei Euch die Setlist fürs Konzert, bzw. wie läuft das so ab?

JL: Das ist ganz unterschiedlich, ein kleines Grundgerüst an Songs für die Setliste hat man ja nach all der Zeit per se im Hinterkopf und bei der Frage "Wollen wir kurz die Setlist machen?", da gehen alle lieber ganz schnell ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Bauch voll schlagen und Faulenzen! 

Ihr macht auf der Bühne höllisch Alarm und seid gut in Aktion. Habt Ihr schon schwerere Verletzungen auf der Bühne davongetragen?

JL: Offene Wunden und Hepatitis sind uns wohl bekannt. MC Straßenköter brach sich auch schon den Arm, sodass wir durchaus behaupten dürfen zu wissen, was Schmerzen sind. 

Ihr seid eine der ganz wenigen Bands, die noch keine Live-CD oder auch ne DVD veröffentlicht haben. Ist sowas geplant?

JL: Nein, das ist soweit nicht geplant. Wenn, dann würde ich es sagen. Ehrlich!

Legt Ihr besonderen Wert auf Euer Merch? Nicht jede Band hat so coole Gürtelschnallen und Ringe wie Ihr am Start…

JL: Ja, das tun wir, wir wollen schon eine ganz gute Palette an interessanten Devotionalien bereit halten. Gerade so außergewöhnliche, von Dir ins Spiel gebrachte Handanfertigungen, wie sie unser Basser Greif organisiert, machen etwas her. Wir versuchen natürlich auch, wo immer es uns möglich ist - und das ist schöner Weise meistens möglich - mit fairen Kursen aufzuwarten.  

In einigen älteren Interviews habt Ihr immer mal wieder erwähnt, dass Eure alten Scheiben noch mal neu aufgelegt werden sollen. Gibt’s da Neuigkeiten?

JL: Aber ja, besucht www.smokeblow.de und www.concretejunglerecords.com/smokeblow, im Dezember läuten wir mit einem feinen, einmaligen Spezial unser 15. Jubliäumsjahr ein. Es empfiehlt sich vielleicht, schnell zu sein.   

Erwähnte Scheiben wechseln bei ebay und Co. teilweise für Unsummen um die 50 € den Besitzer. Beobachtet Ihr so etwas eigentlich?

JL: Ab und an stolpert man drüber und schaut es sich verdutzt an, aber wir sind nun nicht jeden Tag auf Plattenbörsen und Plattformen, um den aktuellen Marktwert unserer alten Platten zu begutachten. Grundsätzlich wissen wir aber, wie es sich anfühlt, einen kleinen, nicht mehr erhältlichen Schatz im Regal zu haben. 

Letzte Frage: Ist eurer Bandmaskottchen ein Löwe oder Tiger?

JL: Einfache Antwort: Es ist ein Liger!

Vielen Dank für die Antworten – wir sehen uns in Hamburg ;)

JL: Danke auch Dir!

Links:
Smoke Blow
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